Am 31. Mai 2026 steht der Mond um 10:45 Uhr in einer Linie mit Sonne und Erde und erreicht seine exakte Vollmondphase. Es ist zugleich der zweite Vollmond des Monats Mai und damit ein Blue Moon. Wer am Himmel nach ihm sucht, sieht allerdings keinen besonders großen Mond, sondern einen Mikromond: Der Mond befindet sich an diesem Tag am fernsten Punkt seiner Bahn und ist mehr als 405.000 Kilometer entfernt.
Der Termin macht Mai 2026 zu einem Monat mit zwei Vollmonden. Das ist selten genug, um dem englischen Ausdruck „Once in a blue moon“ seinen Ursprung zu geben. Für Himmelsbeobachter kommt noch mehr zusammen: Die Mai-Aquariden erreichen um den 6. Mai ihr Maximum und sollen in südlichen Lagen bis zu 20 Meteore pro Stunde bringen. Am 18. Mai zieht die zunehmende Mondsichel direkt an Venus vorbei, die derzeit nach Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel ist.
Der Blue Moon vom 31. Mai trifft außerdem auf den roten Riesenstern Antares im Skorpion. Damit endet der Monat mit einer Konstellation, die gleich mehrere der auffälligsten Himmelsereignisse bündelt: Mai-Aquariden, Venus, Antares und der seltene zweite Vollmond. Der nächste Blue Moon folgt erst am 31. Dezember 2028.
Gerade diese Mischung macht den 31. Mai bemerkenswert. Der Vollmond ist nicht nur selten, sondern auch in seiner Wirkung ungewöhnlich: Blue Moon und Mikromond fallen auf denselben Tag. Wer auf den Himmel wartet, bekommt also keinen spektakulär großen Mond, sondern einen fernen, seltenen und astronomisch präzisen Vollmond — und erst 2028 wieder einen solchen Blue Moon.

