Lesen: Ktm unter Druck: Berichte über mögliche illegale Straßenzulassungen in Europa

Ktm unter Druck: Berichte über mögliche illegale Straßenzulassungen in Europa

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KTM verkauft nach einem Bericht Motorräder mit einer Zulassung, die nicht für den tatsächlichen Einsatz der Maschine gedacht ist. Händler bieten demnach eine Umrüstung an, die das Motorrad gar nicht in dieser Form zugelassen haben dürfte.

Besonders heikel ist das bei den Enduros des österreichischen Herstellers. Laut dem Bericht könnten große Teile der tausenden in Verkehr gebrachten KTM-Enduros nicht straßentauglich sein und dennoch auf öffentlichen Straßen genutzt werden. Ein Händler in Ostösterreich sagte: „Wenn ich die gedrosselt fahre, dann zerreißt es sie nach 20 Kilometern. Die ist nicht darauf ausgelegt“. Er beschrieb die Maschine als auf dem Papier gedrosselt, in Wirklichkeit aber mit voller Leistung, und nannte das eine „Alibi-Straßenzulassung“.

Die Recherche ist deshalb brisant, weil sie nicht bei einem einzelnen Markt stehen bleibt. Händler in sieben weiteren europäischen Ländern bestätigten, dass KTM-Händler quer durch Europa umgerüstete Offroad-Maschinen verkaufen, die Kunden in einem illegalen Zustand mit nach Hause nehmen. An der grenzüberschreitenden Untersuchung waren Medien in zehn Ländern beteiligt, darunter Der Standard, Der Spiegel, ZDF, Le Monde und El Pais. Koordiniert wurde sie von der Organisation .

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In Österreich wurden 2025 nach Angaben von rund 11.000 Enduros von KTM sowie den Schwester-Marken Gasgas und registriert. Zugelassen werden dürfen auf der Straße nur gedrosselte Enduros; nur sie haben in Österreich eine Typgenehmigung und erfüllen alle Standards. Der Bericht beschreibt das Fahren ungedrosselter Maschinen im Straßenverkehr als problematisch.

KTM weist die Verantwortung zurück und sagt, die Umbauten erfolgten „auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden“. Die „nachträglichen Anpassungen an den Fahrzeugen“ seien „für den Einsatz im Wettbewerb“ gedacht, teilte das Unternehmen mit. Händler würden Endkunden zudem ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Straßenzulassung erlischt und das Fahrzeug nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden dürfe.

Wie groß der Schaden für KTM am Ende wird, hängt nun auch davon ab, wie die Behörden die beschriebenen Zulassungen bewerten. Denn wenn ein Fahrzeug auf dem Papier als gedrosselte Maschine gilt, tatsächlich aber mit 50 statt 15 PS unterwegs ist, geht es nicht mehr nur um Marketing, sondern um die Frage, ob tausende Motorräder in Europa überhaupt legal auf der Straße sind.

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