Der Fahrer von Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer ist auf der Südautobahn mit rund 180 km/h erwischt worden, obwohl auf dem Abschnitt zwischen Graz-Ost und Graz-West nur 100 km/h erlaubt sind. Damit war der Wagen etwa 80 km/h zu schnell unterwegs, der Führerschein des Fahrers ist weg.
Das Büro von Ehrenhöfer bestätigte die Angelegenheit auf Anfrage. Wichtig ist dabei: Es ging nicht um eine Fahrt im Landes-Dienstwagen, sondern um das Büro des Politikers selbst. Die Causa wurde am Dienstag im steirischen Landhaus rasch bekannt.
Ehrenhöfer, der im Vorjahr aus der Industrie in die Politik wechselte, steht derzeit mitten in der Arbeit an der Sanierung des steirischen Landesbudgets. Allein im Haushalt für 2027 muss die Neuverschuldung um 377 Millionen Euro sinken, damit der österreichische Stabilitätspakt eingehalten wird. Genau deshalb hat er Gabriel Felbermayr, Tina Ehrke-Rabel und Christian Köck als Berater an Bord geholt.
Der Vorfall trifft ihn nicht wegen einer eigenen Fahrt, wohl aber in einer Phase, in der seine Glaubwürdigkeit als Sanierer besonders zählt. Die ersten Ergebnisse der beauftragten Experten sollen Ende Juni vorliegen. Dann wird sich zeigen, ob Ehrenhöfer den finanziellen Druck im Landhaus mit dem gleichen Tempo angeht, mit dem sein Büro jetzt die Autosache ausräumen musste.
