Am langen Pfingstwochenende steigen die Temperaturen auf bis zu 30 Grad. Wer seinen Rasen dann mäht, sollte umdenken: Bei Hitze über 25 Grad raten Gartenexperten dazu, den Rasenmäher stehen zu lassen.
Jacqueline Kaminski, Gartenexpertin bei MyHammer, sagt: "Hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung schaden Ihren Pflanzen." Das gilt auch für Grashalme. Wer bei Hitze mäht, setzt die Halme der Sonne noch stärker aus und belastet zugleich den Boden. Die Folge können kahle Stellen sein, die sich nur mit viel Aufwand wieder ausbessern lassen.
Statt kurz und sauber geschnittenem Rasen ist bei Hitze längeres Gras die bessere Wahl. Das ist nach Angaben von MyHammer kein Zeichen von Faulheit, sondern eine clevere Maßnahme. Die Halme bilden ein Mikroklima, das den Boden schützt. Ideal sind 2,5 bis 5 Zentimeter, bei extremer Trockenheit darf das Gras sogar doppelt so hoch bleiben.
Auch mit dem Schnittgut gehen Gartenbesitzer besser anders um. Es sollte liegenbleiben, weil es wie Mulch wirkt, Wasser hält und Nährstoffe an die Erde abgibt. Beim Gießen gilt dieselbe Vorsicht: vor 8 Uhr morgens oder nach 21 Uhr abends, nie in der Mittagshitze. Gras wächst ohnehin vor allem in den kühleren Stunden und kann das Wasser dann besser aufnehmen, bevor es verdunstet.
Wer braune Flecken im Rasen entdeckt, muss nicht sofort das Schlimmste befürchten. Meist ist das Gras nur ausgetrocknet und nicht tot. Beim nächsten Regen erholt es sich in vielen Fällen von selbst. Größere Lücken lassen sich im Frühjahr oder Spätsommer nachsäen, was auch Erosion vorbeugt. Wer den Garten noch pflegeleichter machen will, kann auf Wildgärten setzen. Sie kommen mit Trockenheit deutlich besser klar, brauchen weniger Wasser, bleiben grüner und bieten Insekten nebenbei eine Nahrungsquelle.

