LATAM Airlines Group hat die Direktflüge zwischen Puerto Montt und Concepción eingestellt. Die Maßnahme trat am 1. März 2026 in Kraft und beendet eine Verbindung, die El Tepual Airport und Carriel Sur Airport ohne Zwischenstopp miteinander verbunden hatte.
Nach Angaben des Unternehmens erfolgte die Entscheidung wegen der Marktbedingungen und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Betriebs. LATAM verwies zugleich darauf, dass die Strecke Teil einer laufenden Prüfung des Streckennetzes sei. Für Reisende mit Flügen nach dem Stichtag wurde automatisch eine Ersatzverbindung über Santiago eingerichtet.
Die Route war erst 2024 aufgenommen worden und galt in der Region als Fortschritt für die Luftverkehrsdezentralisierung und für stärkere interregionale Verbindungen. Mit dem Ende der Direktverbindung müssen Reisen zwischen der Biobío-Region und der Region Los Lagos nun wieder über Arturo Merino Benítez Airport in Santiago geführt werden.
Für Passagiere bedeutete die Umstellung mehr als nur einen zusätzlichen Umstieg. LATAM bot kostenlose Flexibilität an, darunter Terminänderungen oder eine vollständige Rückerstattung, außerdem weitere Leistungen wie Aufgabegepäck oder Sitzplatzwahl. Besonders spürbar ist der Einschnitt für Fluggäste, die Puerto Montt als Umsteigepunkt zu Balmaceda, Punta Arenas und Puerto Natales nutzten. Damit trifft die Streichung nicht nur eine einzelne Strecke, sondern verändert auch die Verbindungskette im Süden des Landes.
Der Schritt passt in ein bekanntes Muster des Konzerns, der sein Streckennetz regelmäßig an Nachfrage und Betriebskosten anpasst. Zugleich steht er im Kontrast zu dem Anspruch, regionale Verbindungen außerhalb Santiagos auszubauen. Genau dort liegt der Bruch: Was als direkte Achse zwischen zwei Regionalzentren begann, führt nun wieder über die Hauptstadt. Die Frage ist damit nicht, ob die Route technisch verschwand, sondern wie stark die Rückkehr zum Umstieg in Santiago den innerchilenischen Luftverkehr im Süden wieder zentralisiert.
