In Brandenberg laufen derzeit mehrere Infrastrukturprojekte gleichzeitig, und die Gemeinde arbeitet dabei an einem Paket aus Straßen, Brücken, Breitband und Wasserversorgung. Bürgermeister Johannes Burgstaller sagt, bei vielen Vorhaben gebe es spürbare Fortschritte, auch wenn einige Baustellen die Gemeinde noch länger beschäftigen werden.
Am deutlichsten zeigt sich das bei der Aschauer Straße. Die Sanierung ist abgeschlossen, die Strecke nach umfangreichen Arbeiten wieder geöffnet. Für das Projekt fielen insgesamt rund 1,7 bis 1,8 Millionen Euro an. Unterstützt wurde die Maßnahme unter anderem vom Land Tirol und den Bundesforsten, die damit einen Teil der Kosten mitgetragen haben.
Der Abschluss dieser Baustelle ist für Brandenberg mehr als nur ein verkehrstechnischer Haken auf der Liste. Die Gemeinde steht gleichzeitig vor weiteren Eingriffen in ihre Infrastruktur, und der Sanierungsbedarf ist nicht kleiner geworden. Nach einer verpflichtenden Brückenrevision Ende 2024 wurden mehrere Bauwerke als dringend sanierungsbedürftig eingestuft. Zwei bis drei Brücken sollen noch 2026 instand gesetzt werden. Parallel dazu läuft der Breitbandausbau weiter: Die Leitungen sind weitgehend verlegt, der flächendeckende Ausbau des Lichtwellenleiters soll noch heuer abgeschlossen werden.
Besonders drängend bleibt für die Gemeinde die Wasserversorgung. Das Thema beschäftigt Brandenberg seit Langem, und nach den trockenen vergangenen Jahren sucht die Gemeinde aktiv nach zusätzlichen Quellen, um die Versorgung langfristig abzusichern. Burgstaller sagte dazu: „Nach den trockenen vergangenen Jahren sucht man aktiv nach zusätzlichen Quellen, um die Versorgung langfristig abzusichern.“ Die Suche nach neuen Wasserreserven zeigt, dass es nicht nur um den Ausbau vorhandener Netze geht, sondern um die Frage, wie verlässlich die Gemeinde in Zukunft mit Trinkwasser versorgt werden kann.
Auch abseits von Straßen und Leitungen arbeitet Brandenberg an neuen Perspektiven. Im Bereich Raggstadtjoch laufen Windmessungen, um ein mögliches Energiepotenzial zu prüfen. Gleichzeitig entwickelt der Tourismusverband Konzepte für die Tiefenbachklamm, darunter neue Parkplatz- und Shuttlelösungen. Damit versucht die Gemeinde, Infrastruktur nicht isoliert zu denken, sondern Verkehr, Versorgung und Nutzung von Freizeit- und Naturraum zusammenzubringen.
Die zentrale Aufgabe bleibt dennoch die Wasserversorgung. Während Straßen wieder öffnen, Leitungen verlegt werden und Brücken auf die Sanierung warten, sucht Brandenberg nach einer langfristigen Antwort auf eine Knappheit, die in trockenen Jahren sichtbar geworden ist. Genau daran wird sich messen lassen, ob die vielen parallel laufenden Projekte am Ende mehr sind als einzelne Baustellen.

