Lesen: Usyk Verhoeven in Ägypten: Kabayel drängt auf WM-Chance bei den Pyramiden

Usyk Verhoeven in Ägypten: Kabayel drängt auf WM-Chance bei den Pyramiden

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steigt am Samstag vor den Pyramiden von Gizeh in Ägypten in den Ring und verteidigt seinen WBC-Gürtel gegen . Der Kampf findet in der Wüste statt, in einer eigens errichteten Boxarena mit Tribünen, und für Usyk steht dabei nur dieser eine Titel auf dem Spiel.

Für ist der Termin mehr als nur ein weiterer Boxabend. Der 33 Jahre alte Schwergewichtler aus dem Ruhrgebiet reist zu dem Event in der Nähe der Pyramiden, um Usyk persönlich auf eine WM-Chance anzusprechen. Kabayel, der mit 27 Siegen in 27 Kämpfen ungeschlagen ist und den WBC-Interimstitel hält, sagt: „Ich werde den letzten Versuch wagen“. Seit Monaten drängt er auf genau diese Gelegenheit.

Usyk bringt die größere sportliche Macht mit. Der 39 Jahre alte Ukrainer hält die Titel der WBA, WBC und IBF, doch in Ägypten geht es nur um seinen WBC-Gürtel. Sollte er am Samstag wie beschrieben kämpfen, würde der IBF-Titel vakant. Verhoeven, 37, ist im Boxen vor allem ein Außenseiter aus einem anderen Sport: Er hat nur einen einzigen Profikampf auf dem Konto, und der liegt zwölf Jahre zurück.

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Kabayel hat am Sonntag in Zürich bei der erklärt, dass ihm die „freie Bahn“ gegeben habe. Er habe es, so sagte er weiter, offiziell noch nie bekannt gemacht, aber die Veranstalter wollten nach Deutschland kommen und den Kampf gegen Usyk finanzieren. Die WBC hat für den Herbst bereits einen Pflichtkampf zwischen Kabayel und Usyk angeordnet. Genau deshalb hängt für den Mann aus dem Ruhrgebiet so viel an diesem Abend in Ägypten: Ein Usyk-Sieg könnte den direkten Weg zum nächsten WM-Termin öffnen.

Dass der Kampf vor den Pyramiden und mitten in der Wüste aufgebaut wurde, ist mehr als nur Kulisse. Die Tribünen und der Ring stehen dort, wo normalerweise kein Titelkampf stattfindet, und genau diese Inszenierung wirft den Blick auf das, was danach kommt. In Deutschland wird ein Duell mit Kabayel dadurch greifbarer. Der WBC-Interimsweltmeister wartet nicht mehr auf eine ferne Aussicht, sondern auf ein Ergebnis, das seine nächste Chance in Bewegung setzen könnte.

Usyk selbst gibt sich ungerührt. „Einmal möchte ich tun, was ich will“, sagte er, und fügte hinzu: „Ich habe keinen Druck“. Für ihn sei es „es ist nur ein Boxkampf.“ Zugleich betonte er, dass er „zu 100 Prozent diszipliniert“ sei. Genau darin liegt die Spannung dieses Abends: Usyk verteidigt einen Gürtel in einer spektakulären Umgebung, während Kabayel auf den Moment lauert, der seine lange erwartete Chance endlich aus dem Ankündigungsraum in den Ring ziehen könnte.

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