George Russell gewann den Canada Sprint 2026 auf dem Circuit Gilles Villeneuve nach einem hitzigen Duell mit seinem Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli. Lando Norris wurde Zweiter, Antonelli kam trotz des Kontakts auf Platz drei ins Ziel.
Russell und Antonelli berührten sich im Sprint, wobei Antonelli auf die Wiese gedrängt wurde. Russell fasste sein Rennen später mit den Worten zusammen: „From my side it was good hard racing“. Für Mercedes war es ein Sieg mit Beigeschmack, weil der interne Zweikampf den Nachmittag prägte, anstatt sauber in einem Zug nach Hause gefahren zu werden.
Oscar Piastri belegte nach einem späten Überholmanöver gegen Lewis Hamilton noch Platz vier. Charles Leclerc wurde Fünfter, Max Verstappen Siebter, der 19-jährige Arvid Lindblad Achter, Franco Colapinto Neunter für Alpine und Carlos Sainz Zehnter für Williams. Liam Lawson arbeitete sich nach begrenzten Runden und dem Start von P18 noch auf Rang elf vor. Nico Hülkenberg erhielt in der Schlussphase eine 10-Sekunden-Zeitstrafe und wurde 15., Lance Stroll kam für Aston Martin als 16. ins Ziel, nachdem er sich überhaupt erst knapp für den Start gerettet hatte.
Der Sprint war die erste Ausgabe des Hochdruck-Formats auf dem Circuit Gilles Villeneuve, wo die Streckenentwicklung als enorm gilt und den Fahrern am Freitag nur eine Trainingssitzung blieb, um Rhythmus und neue Teile zu finden. Mit Ausnahme von Ferrari und Aston Martin brachten alle Teams für diese Runde eine Reihe aktualisierter Komponenten mit. Vor dem Start mussten Bearman, Gasly, Bottas und Albon nach Parc-Ferme-Änderungen aus der Boxengasse antreten. Stroll wurde vor dem Rennen mit einem Problem an der vorderen Aufhängung zurück in die Garage gerollt. Dass ausgerechnet in Montreal, wenige Wochen nach dem Grand Prix von Miami, unter solchem Druck um jede Position gekämpft wurde, machte den Sprint zu mehr als nur einem Beipacktermin im Kalender. Wer wissen will, wie der Rest des Wochenendes aufgestellt ist, findet die F1-Qualifying-Zeit heute im Montreal-Zeitplan für das Canada-Grand-Prix-Wochenende unter
Am Ende blieb nicht nur Russells Sieg hängen, sondern auch der Eindruck, dass Mercedes seine beiden Fahrer in einem Sprint nicht mehr lange ohne Reibung nebeneinander loslassen kann. Für ein Wochenende, an dem mit nur einer Trainingssession jeder Fehler sofort sichtbar wird, ist genau das die Art von Spannung, die das Ergebnis größer macht als die reine Punktevergabe.

