Colo Colo besuchte am Sonntag, dem 24. Mai 2026, um 18:00 Uhr Universidad Católica zum clásico 189 und tat das mit derselben Startelf, die zuletzt Ñublense mit 6:2 besiegt hatte. Fernando Ortiz hatte Javier Correa rechtzeitig zurückgewonnen und plante, ihn von Beginn an aufzustellen.
Im Tor begann Gabriel Maureira, vor ihm setzte Colo Colo auf eine Dreierkette mit Jonathan Villagra, Arturo Vidal und Joaquín Sosa. Das Mittelfeld bildeten Jeyson Rojas, Álvaro Madrid, Tomás Alarcón, Víctor Felipe Méndez und Diego Ulloa, während Leandro Hernández und Correa den Angriff führten. Ortiz entschied sich damit für die gleiche Formel wie zuletzt: Wer gewinnt, bleibt drin.
Der Klub reiste mit dem klaren Ziel ins Spiel, sich an der Tabellenspitze der Liga de Primera 2026 abzusetzen. Der Hintergrund ist einfach genug. Colo Colo hatte sich in den ersten Wochen der Saison mit dem Toreschießen schwergetan, ehe das Team gegen Ñublense endlich aufdrehte. Der 6:2-Erfolg lieferte die Art von Signal, die eine Mannschaft in einem Titelrennen braucht, und er machte die Wiederholung der Elf zur naheliegenden Entscheidung.
Für den Abend in der Claro Arena war es zudem ein besonderer Auftritt: Es war Colo Colos erster Besuch in diesem Stadion. Die Partie kam nur wenige Tage nach der Rückkehr ins Training am Mittwoch nach der Pause, und sie traf auf einen Gegner, gegen den im klassischen Duell selten Raum für Experimente bleibt. Ortiz hatte vor dem Spiel klargemacht, dass die Geschichte des Vereins den Anspruch vorgibt. Genau deshalb war der Plan so deutlich: keine Schonung, keine Suche nach einer neuen Formel, sondern die Mannschaft aus dem 6:2 direkt in den nächsten Klassiker schicken.
Die eigentliche Spannung lag weniger in der Aufstellung als in der Frage, ob Colo Colo die gewachsene Stabilität in ein Ergebnis gegen Universidad Católica übersetzen konnte. Der Tabellenführer wollte nicht nur bestehen, sondern die Chance nutzen, den Abstand an der Spitze zu vergrößern. Dass Ortiz bei seiner Entscheidung blieb und Correa sofort wieder einbaute, zeigt, wie sehr der Trainer auf Kontinuität setzte, wenn die Punkte am meisten zählen.

