Girona und Elche spielen am letzten Spieltag in Montilivi ein direktes Duell um den Verbleib in der Primera División. Girona muss zu Hause gewinnen, um den Klassenerhalt zu sichern. Elche reicht dagegen ein Unentschieden, um die Liga zu halten.
Für Girona ist dieses Finale die Folge eines späten Einbruchs, der einen zuvor sicheren Abstand aufgezehrt hat. Die Mannschaft von Míchel geht nach dem 0:1 im Riyadh Air Metropolitano mit nur 40 Punkten in die Partie und hat aus den letzten 21 möglichen Zählern nur drei geholt. Dabei hatte Girona zwischen dem zweiten und dem 17. Spieltag durchgehend auf Abstiegsplätzen gestanden, ehe der Sieg gegen Villarreal am 6. April kurzzeitig Luft verschaffte. Danach folgten in zwei Partien gegen Real Sociedad und Atlético nur ein Tor und weitere Rückschläge. Elche kommt dagegen mit dem besseren Gefühl nach Montilivi, weil das Team den letzten Spieltag in der Sicherheitszone erreicht hat und sein Schicksal selbst in der Hand hält.
Die personelle Lage macht die Aufgabe für Girona nicht leichter. Ter Stegen und Vanat fehlen sicher, Portu und Juan Carlos stehen bereits ohne Rückennummern im Kaderplan, und auch Stuani, Francés sowie Blind sind noch fraglich. Hoffnung gibt es bei Abel Ruiz, Lemar und Hugo Rincón, die nach körperlichen Problemen, die sie gegen Atlético ausbremsten, wieder erwartet werden. Für Girona ist das nicht nur ein Spiel um Punkte, sondern auch eine Chance auf eine späte Antwort auf die Niederlage im Playoff-Finale gegen Elche in der Pandemie-Zeit. Damals verpasste der Klub den Aufstieg, nun droht im eigenen Stadion der Sturz in die falsche Richtung.
Elche reist mit einem Punktvorteil und einem klaren Auftrag an, Girona braucht einen Heimsieg, und damit ist die Ausgangslage so einfach wie brutal. Nach einer Saison, in der die erste Mannschaft lange gegen den Abstieg kämpfte und am Ende wieder auf den letzten Metern alles verspielt hat, entscheidet Montilivi nicht über Feinheiten, sondern über die Liga-Zugehörigkeit selbst.

