SK Rapid hat im Hinspiel des Europacup-Playoffs bei SV Ried einen Rückschlag kassiert. Die Wiener verloren am Ende nach 93 Minuten mit 1:2 und müssen am Montag im Allianz Stadion im Rückspiel liefern.
Die Partie begann für Rapid unruhig. Petter Nosa Dahl hatte in der 5. Minute die erste gute Chance, doch den ersten Treffer machte Ried: Nikki Havenaar traf in der 14. Minute zum 1:0. Rapid fand lange keinen Zugriff, reagierte dann aber spät. Nach einer Dreifachwechsel in der 71. Minute kam neuer Schwung, und Romeo Amane glich in der 75. Minute aus. Doch die Hoffnung hielt nur kurz, weil SP Raux-Yao zwei Minuten später ein Eigentor zum 1:2-Endstand unterlief. Nach 93 Minuten war die Niederlage besiegelt.
Das Ergebnis trifft Rapid in einer Phase, in der schon die Saisonleistung viel erklärt: Die Grün-Weißen wurden Fünfter in der ADMIRAL Bundesliga und müssen sich deshalb über das Playoff einen Platz für einen europäischen Wettbewerb erarbeiten. Genau dafür war das Spiel in Ried angesetzt. Für die Mannschaft kam dazu, dass sie auf drei gewohnte Kräfte verzichten musste. Bendi Bolla fehlte krank, Lukas Grgić und Nenad Cvetković waren verletzt nicht im Kader.
Auch personell gab es Lichtpunkte. Jonas Auer kehrte in die Startelf zurück, und Louis Schaub wurde in der 85. Minute eingewechselt. Für ihn war es das 200. Bundesliga-Spiel, ein persönlicher Meilenstein an einem Abend, an dem Rapid eher auf Schadensbegrenzung als auf Feierlaune aus war.
Für das Rückspiel am Montag im Allianz Stadion bleibt Rapid damit unter Druck. Die Aufgabe ist klarer geworden, und die Mannschaft hat nach dem späten Gegentor in Ried nicht viel Zeit, um den Fehler zu korrigieren.
