Rund um das Mestalla-Stadion kam es am Spieltag von Valencia gegen Barcelona zu Zusammenstößen und Polizeieinsätzen, nachdem die Mannschaftsbusse vorbeigefahren waren. In den Bereichen um das Stadion berichteten Einsatzkräfte von Spannungen, einige Fans zündeten Leuchtraketen und einige Anhänger warfen Gegenstände auf Polizeibeamte.
Parallel dazu demonstrierten tausende Valencia-Fans in der Stadt gegen Mehrheitsaktionär Peter Lim und gegen das, was sie als politische Passivität bezeichneten. Die Organisation sprach von etwa 8.000 Teilnehmern, andere Schätzungen lagen bei rund 5.000. Für Valencia war der Abend auch sportlich aufgeladen, weil der Klub vor dieser Partie seit 11 Liga-Spielen nicht mehr gegen Barcelona gewonnen hatte und Barcelona die letzten vier direkten Ligaduelle für sich entschieden hatte.
Die Ausgangslage war damit schon vor dem Anpfiff klar angespannt. Valencia war seit drei Ligapartien ungeschlagen und hatte mit Gayà, Diakhaby, Foulquier, Copete und Beltrán mehrere Ausfälle zu verkraften; zudem fehlte der gesperrte Cömert. Barcelona reiste ohne Lamine Yamal und Fermín López wegen Verletzungen an, Koundé kam wegen körperlicher Beschwerden nicht zum Einsatz. Die offiziellen Aufstellungen spiegelten den Belastungsstand wider: Valencia begann unter anderem mit Dimitrievski, Unai Núñez, Pepelu, Tárrega, Jesús Vázquez, Rioja, Guido, Ugrinic, Diego López, Javi Guerra und Hugo Duro, Barcelona mit Szczesny, Eric García, Ronald Araújo, Gerard Martín, Balde, Bernal, Dani Olmo, Gavi, Ferran Torres, Lewandowski und Rashford.
Auch der Blick zurück erklärte, warum das Duell mehr Gewicht hatte als ein normales Ligaspiel. Barcelona hatte seine beiden vergangenen Ligapartien gegen Valencia jeweils mit mindestens sechs Toren gewonnen und in den letzten beiden Begegnungen zusammen 13 Treffer erzielt. Doch ausgerechnet in Mestalla, wo Barcelona im Januar 2020 mit 0:2 verloren hatte, blieb der Gastgeber ein unbequemer Gegner. Für Barcelona war die Partie laut Bericht zudem weitgehend bedeutungslos für die Tabelle, für Valencia ging es dagegen auch um ein Zeichen in einer Phase, in der die Unruhe im Klub weit über den Platz hinausreichte.

