Learner Tien hat bei der Atp Ginebra den zehnteingestuften Alexander Bublik geschlagen und damit das Finale in Genf erreicht. Der 20-Jährige setzte sich am 22. Mai mit 6:1, 4:6, 7:6 durch und trifft am Samstag auf Mariano Navone.
Das Halbfinale dauerte etwas mehr als anderthalb Stunden und endete mit einem Sieg, den viele so nicht erwartet hatten. Tien, der in der Weltrangliste auf Platz zehn geführt wird und von Michael Chang betreut wird, hielt in den entscheidenden Ballwechseln gegen den ebenfalls als Nummer 10 geführten Bublik stand. Für den US-Amerikaner kommt der Lauf nach einer starken Saison bereits mit dem Viertelfinale bei den Australian Open in Verbindung.
Navone sorgte im anderen Halbfinale für die nächste Überraschung des Tages. Der Argentinier, als Nummer 42 der ATP geführt, bezwang Casper Ruud mit 7:5, 6:2 und löste damit sein Ticket für das Endspiel. Ruud, zweimaliger Finalist bei Roland Garros und einmaliger Finalist bei den US Open, galt vor dem Spiel als klarer Favorit.
Damit steht das Finale des Turniers in der Schweiz unter völlig offenen Vorzeichen. Tien bringt das größere Profil und den Schwung eines Breakout-Laufs mit, Navone die Rolle des Außenseiters, der bereits zwei große Namen aus dem Feld genommen hat. Für beide ist der Titel am Samstag die Chance, eine Woche zu krönen, die in Genf schon mehrere Prognosen durcheinandergebracht hat.

