Lesen: Pronostico Del Tiempo Santiago: Kälte hält Hauptstadt weiter im Griff

Pronostico Del Tiempo Santiago: Kälte hält Hauptstadt weiter im Griff

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Santiago fror gestern um 8:20 Uhr bei 3,5°C, und die Hauptstadt kam damit auch einen Tag nach dem kältesten Tag des Jahres nicht richtig aus der Kälte heraus. Am Vortag war die Höchsttemperatur nicht über 10°C gestiegen.

Für die Menschen in der Region Metropolitana ist das heute mehr als eine Wetternotiz. Am 10. und 11. Mai musste die Region eine Umweltwarnung ausrufen, nachdem die MP2,5-Werte an den Messstationen die zulässigen Grenzwerte überschritten hatten. Die frühe Kälte trifft damit auf eine Luftlage, die bereits angespannt war.

Den Ausschlag gaben nach Angaben von Fachleuten Luft aus Südwesten und die sogenannte Küstentrogre, die den Temperaturunterschied zwischen Tiefst- und Höchstwerten klein hielten. erklärte, das Pazifikhoch habe sich verschoben und einen schmalen Korridor offengelassen, durch den kalte Luft aus südlicheren Breiten eindringen konnte. Diese Luftmasse habe auf dem Weg nach Zentralchile maritime Feuchtigkeit aufgenommen. Das begünstigte Nebel, tiefe Wolken und eine anhaltende Abkühlung auch am Tag.

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Genau darin liegt das Problem für Santiago. sagte, niedrige Temperaturen förderten die Ansammlung von Schadstoffen, weil sie die Inversionslage verstärkten. Die Wolkenschicht wirkte am Donnerstag wie eine Decke und verhinderte, dass die Temperaturen anstiegen. In einer Stadt, in der kalte Luft, wenig Ventilation und Schadstoffe über dem Becken zusammenkommen, steigt das Risiko für Atemwegserkrankungen. Jeden Herbst nehmen in Santiago Atemwegsbeschwerden, frühe Viruszirkulation und Schadstoffepisoden zu; die Berge ringsum halten Rauch von Heizungen, Abgase von Fahrzeugen und industrielle Partikel in Bodennähe fest.

Ein direkter Zusammenhang mit El Niño wurde von Fachleuten zurückgewiesen. Carrasco sagte, die Region befinde sich weiterhin in einer neutralen Phase. Für das Wetter in Santiago heißt das: Die aktuelle Kälte ist kein Zeichen für einen El-Niño-Umbruch, sondern das Ergebnis einer konkreten Luftlage, die die Stadt zugleich kühlt und die Verschmutzung über der Metropolregion festhält.

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