Die technische Warnstufe für den Nevados de Longaví ist nach einem Anstieg der seismischen Aktivität in den vergangenen Tagen von Grün auf Gelb angehoben worden. Nach einer technischen Koordinierungssitzung unter Leitung der Delegación Presidencial Provincial de Linares mit SERNAGEOMIN, SENAPRED und den Einsatzteams verhängte SENAPRED zudem eine Alerta Temprana Preventiva für Colbún, Linares und Longaví.
Die Maßnahme trifft den Vulkan nach zwei Tagen mit erhöhter Erdbebentätigkeit, die mit vulkanotektonischer Gesteinszerbrechung in Verbindung gebracht wird. Christián González Monsalve sagte, es handle sich um eine vorbeugende Entscheidung, und bat die Bevölkerung, ruhig zu bleiben und sich ausschließlich über die offiziellen Kanäle zu informieren. Für die drei Gemeinden soll die Frühwarnung vor allem die Überwachung und die Abstimmung innerhalb des Sistema Nacional de Prevención y Respuesta ante Desastres verstärken.
Carlos Bernales erklärte, die Aktivität der vergangenen zwei Tage habe sich in Form von Seismizität erhöht, die mit vulkanotektonischem Bruch verbunden sei. Die von SERNAGEOMIN angeordnete technische Gelb-Alarmstufe und die vorbeugende Alarmstufe für die drei Gemeinden würden aufrechterhalten. Er sagte auch, dieses Verhalten sei Teil der üblichen Dynamik von Vulkanen und gerade deshalb wichtig, weil es die Überwachung und ein frühzeitiges Erkennen von Veränderungen ermögliche.
Für Anwohner bedeutet die Entscheidung keine Evakuierung, sondern eine Phase verstärkter Beobachtung und engerer Koordination zwischen den Fachbehörden und den Einsatzkräften. Genau darin liegt derzeit der Kern der Lage am Volcan Longavi: Die Behörden sehen ein verändertes Muster, aber noch kein Signal für eine unmittelbare Gefährdung, und halten deshalb die Vorsorgemaßnahmen für Colbún, Linares und Longaví in Kraft.

