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Francja: Arbeitslosigkeit steigt auf 8,1 Prozent und trifft Macrons Ziel hart

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Die Arbeitslosigkeit in Francja ist im ersten Quartal 2026 auf 8,1 Prozent gestiegen. Damit sind nach Angaben des Statistikamts INSEE nun 2,6 Millionen Menschen ohne Arbeit, 68.000 mehr als im Quartal davor.

Es ist der höchste Stand seit 2021 und ein Rückschlag für , der die Quote bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit 2027 auf 5 Prozent drücken wollte. Nach den jüngsten Daten und der Einschätzung von Experten wirkt dieses Ziel inzwischen unerreichbar.

Francois Villeroy de Galhau nannte die Zahlen am Mittwoch „nicht erfreulich“, verwies aber darauf, dass seit 2010 rund 4 Millionen neue Stellen entstanden seien. Er beschrieb die francja Wirtschaft als „Cocktail aus zwei Zutaten, die schwer auszubalancieren sind“: Robustheit auf der einen Seite, Verlangsamung auf der anderen. Nach seinen Worten belasten vor allem der Konflikt im Nahen Osten und die höheren Treibstoffpreise die Lage.

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Die aktuelle Verschlechterung kommt nach Jahren, in denen die Arbeitslosigkeit in Frankreich infolge von Reformen unter Macron zurückging. Noch in den Jahren 2015 und 2016 lag die Quote über 10 Prozent, seither hatte sich der Arbeitsmarkt spürbar erholt. Genau dieser Fortschritt macht den jetzigen Anstieg politisch heikel, weil er die Grenze zwischen einer konjunkturellen Delle und einem breiteren Abschwung verschwimmen lässt.

Zwischen dem Anspruch des Präsidenten und der Entwicklung am Arbeitsmarkt klafft damit ein immer größerer Abstand. 2027 endet Macrons zweite Amtszeit, und die neuen INSEE-Zahlen sprechen dagegen, dass er sein 5-Prozent-Versprechen noch einlösen kann.

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