Moon Dream Production hat Klage gegen Saweetie eingereicht und wirft der Rapperin Betrug sowie Vertragsbruch vor. Nach Gerichtsunterlagen soll sie im vergangenen Sommer vier Auftritte in Japan zwischen dem 18. und 26. Juli zugesagt haben, aber nie die Bühne betreten haben.
Die Firma sagt, sie habe vorab eine Anzahlung von 100.000 Dollar geleistet und sich auf eine weitere Zahlung von 100.000 Dollar verständigt, also insgesamt 200.000 Dollar. Statt der Shows habe Saweetie das Geld genommen und sei nicht erschienen, obwohl der Veranstalter nach eigenen Angaben Visa-Dienste organisiert hatte und das Duo zudem Auftritte an anderen Orten für andere Auftraggeber an denselben Tagen wahrgenommen haben soll.
Moon Dream Production verlangt nun 3 Millionen Dollar an Strafschadenersatz. Nach Angaben in der Klage will das Unternehmen außerdem 100.000 Dollar für Merchandise- und Werbekosten sowie 200.000 Dollar für die Halle verloren haben; insgesamt habe man mit den vier Konzerten mindestens 400.000 Dollar einnehmen wollen. Der Veranstalter soll die Rückzahlung der Anzahlung verlangt haben, Saweetie und ihr Team hätten dies aber abgelehnt.
Der Fall reiht sich in einen klassischen Vorwurf aus der Live-Branche ein: ein gebuchter Act, gezahltes Geld, zugesagte Leistungen und am Ende die Behauptung, dass genau diese Leistungen ausgeblieben seien. Die Klage verbindet das mit konkreten Kosten und entgangenen Einnahmen, was aus einem Streit über Termine und Absagen einen erheblichen finanziellen Schaden machen soll.
Saweetie hat sich nach Angaben aus dem Umfeld der Sache bislang nicht öffentlich geäußert. Auf ihrer Instagram-Seite standen am Dienstag, dem 19. Mai, keine Beiträge mehr online. Für Moon Dream Production ist damit vor allem der nächste Schritt entscheidend: ob die Klage den behaupteten Betrug und Vertragsbruch vor Gericht trägt und ob die geforderte Summe am Ende irgendeine Form von Schadenserstattung begründen kann.
