Die F-111 Bonifaz ist bei Navantia in Ferrol in die letzte Testphase gegangen. Der Schiffbauer meldete den ersten Start von zwei der vier Dieselgeneratoren der Fregatte auf dem Werftgelände in Galicien.
Die Bonifaz liegt noch im Dock 10 der Anlagen in Ferrol, ist aber bereits schwimmfähig. Mit dem Start der beiden Aggregate nimmt das erste Schiff der neuen F-110-Klasse weiter Fahrt auf, nachdem es im September des vergangenen Jahres vom Stapel gelaufen war.
Das Schiff ist das erste der neuen F-110-Klasse, die Navantia gebaut hat, um die alternde F-80-Santa-María-Klasse der spanischen Marine zu ersetzen. Jede dieser Fregatten verfügt über vier von der Fábrica de Motores de Cartagena entwickelte Dieselgeneratoren. Zum Antrieb gehören außerdem zwei Elektromotoren mit jeweils 3,4 MW, eine Gasturbine mit 22 MW und ein versenkbarer Azimutstrahler am Bug.
Nach Angaben des Unternehmens sollen im Sommer auch das integrierte Plattformkontrollsystem und die Antriebssysteme gestartet werden. Die Gasturbine folgt später; dann endet die Installationsphase und die vollständigen Antriebstests beginnen. Zu Seefahrten ist die Bonifaz bislang noch nicht ausgelaufen, auch wenn der entscheidende Übergang von der Ausrüstung zur Erprobung damit näher rückt.
Der Terminplan für die Serie läuft parallel weiter. Bei der F-112 Roger de Lauria sind 27 von 32 Blöcken bereits montiert, der Stapellauf ist nach dem Sommer vorgesehen. Die F-113 Menéndez de Avilés hat 28 Blöcke in Produktion, und die Kiellegung steht kurz bevor. An der F-114 Luis de Córdova hat die Arbeit bereits begonnen.
Für Navantia ist die Bonifaz mehr als nur ein weiterer Rumpf an der Kaje. Die Fregatte steht für ein vollständig in Spanien gebautes Programm, das die industrielle Basis des Landes im Marineschiffbau sichtbar machen soll. Wann genau das Schiff seine ersten Fahrversuche auf See absolviert, ist noch offen; fest steht aber, dass der Weg dorthin mit dem Start der Generatoren jetzt begonnen hat.

