Radio Caroline hat sich am Mittwoch dafür entschuldigt, am Vortag fälschlich den Tod von König Charles III. verkündet zu haben. Der britische Sender sagte, das Protokoll „Monarch“ sei versehentlich ausgelöst worden.
Die Station erklärte auf Facebook, es sei zu einem Computerfehler im Hauptstudio gekommen. In ihrer Stellungnahme hieß es: „Wir entschuldigen uns bei Seiner Majestät, dem König, und unseren Hörern für die entstandenen Unannehmlichkeiten.“ Charles III. befand sich nach Angaben aus dem Umfeld des Vorfalls in Nordirland, als die falsche Meldung lief.
Der Vorfall fiel in eine Zeit, in der der 77 Jahre alte Monarch wegen einer Krebsdiagnose behandelt wird. Gerade deshalb bekam die Verwechslung besondere Aufmerksamkeit. Radio Caroline sagte, es sei der britische Sender gewesen, der die falsche Ankündigung gemacht habe.
Dass Radiostationen in Großbritannien ein „Monarch“-Protokoll bereithalten, ist Teil einer jahrzehntelangen Vorsorge für den Tod des Königs. Es sieht vor, den Tod des Monarchen zu melden und den Betrieb zunächst einzustellen. Im Fall von Charles stand nicht eine offizielle Mitteilung im Zentrum, sondern ein technischer Fehler, der eine historische Notfallroutine fälschlich anstieß.
Die Entschuldigung nimmt dem Vorgang die Brisanz nicht. Für einen Sender mit der Geschichte von Radio Caroline bleibt vor allem hängen, dass eine Konsole im Hauptstudio einen Alarm auslöste, der nur in einem einzigen, äußerst seltenen Fall gebraucht werden soll. Für Charles III. ist der Zwischenfall vor allem ein weiteres Beispiel dafür, wie genau jede Nachricht über seinen Gesundheitszustand und seine Rolle inzwischen verfolgt wird.

