Bei einer Flugshow im US-Bundesstaat Idaho sind zwei Jets der US-Marine in der Luft zusammengestoßen und abgestürzt. Vier Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten, niemand wurde verletzt.
Der Vorfall ereignete sich auf der Mountain Home Air Force Base rund 80 Kilometer südlich von Boise. Auf in sozialen Medien verbreiteten Videos ist zu sehen, wie ein Flugzeug von oben an das andere heranfliegt und sich beide an den Flügeln ineinander verhaken. Kurz danach werden die Schleudersitze ausgelöst, und die vier Piloten schweben an Fallschirmen zu Boden, während die Flugzeuge abstürzen und explodieren.
Die Ursache des Zusammenstoßes wird untersucht. Auch am Boden wurde Angaben zufolge niemand verletzt, doch der Rest der Flugshow wurde abgesagt. Für die Organisatoren war es ein harter Schlag bei einer Veranstaltung, die erst die zweite ihrer Art auf der Basis seit 2018 hätte sein sollen.
Dass alle vier Besatzungsmitglieder lebend aus der Luftkollision herauskamen, ist aus Sicht von Luftfahrtsicherheitsexperten außergewöhnlich. Jeff Guzzetti sagte, es sei bemerkenswert, dass beide Besatzungen sich retten konnten. Das sei möglich gewesen, weil die Flugzeuge beim Zusammenstoß offenbar aneinander haften blieben, bevor sie abstürzten. Normalerweise, sagte Guzzetti, hätten Piloten bei einer Kollision in der Luft kaum Möglichkeit, sich zu retten.
Gerade auf dieser Basis hat die Flugshow-Geschichte bereits schmerzhafte Kapitel. Die diesjährige „Gunfighter Skies“-Veranstaltung war die erste Flugshow auf der Anlage seit 2018. Damals kam ein Drachenflieger-Pilot während einer Performance ums Leben. Noch weiter zurück, im Jahr 2003, stürzte ein Thunderbird-Jet bei einem Manöver ab; der Pilot steuerte das Flugzeug noch vom Publikum weg und katapultierte sich kurz vor dem Aufprall aus dem Schleudersitz.
Der jüngste Zwischenfall zeigt damit vor allem eines: Selbst bei einem schweren Zusammenstoß in der Luft kann der Schleudersitz den Unterschied zwischen einer Katastrophe und einer Rettung machen. Diesmal hat er vier Leben gerettet, auch wenn die Ursache für die Kollision weiter offenbleibt.

