Yann Aurel Bisseck wird nach Berichten nicht im deutschen WM-Kader stehen. Julian Nagelsmann soll den 26-Mann-Kader für die Weltmeisterschaft am Donnerstag bekannt geben, und der 1,96 Meter große Verteidiger von Inter Mailand gehört demnach nicht dazu.
Für Bisseck wäre das ein Rückschlag nach einer Saison, in der er bei Inter zur festen Größe wurde. Der 25-Jährige absolvierte 35 Pflichtspiele, kam auf rund 2.800 Minuten, erzielte drei Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Inter holte in dieser Spielzeit die italienische Meisterschaft und die Coppa Italia und feierte damit das erste Double im italienischen Fußball seit 2018. Bisseck wechselte im Sommer 2023 nach Mailand und hatte sich dort nach Stationen in der Nachwuchsarbeit von 1. FC Köln sowie Leihen bei Holstein Kiel, Roda JC, Vitória Guimarães und Aarhus GF durchgesetzt.
In der Nationalmannschaft ist seine Bilanz bislang trotzdem schmal. Am 23. März 2025 gab Bisseck im Nations-League-Viertelfinale gegen Italien sein Debüt für Deutschland, im 3:3 im Rückspiel stand er ebenfalls auf dem Platz. Mehr als dieses eine Länderspiel hat er bislang nicht bestritten. Genau darin liegt der Kern der Entscheidung: Seine starke Saison in Italien reichte offenbar nicht aus, um im engsten Kreis für die WM den Vorzug zu bekommen.
Bisseck selbst hat seinen Anspruch dennoch klar formuliert. Er sagte, er sei sicher, dass der Bundestrainer wisse, worauf er achte und was er in seiner Mannschaft sehen wolle. Er versuche, seine Aufgabe so gut wie möglich zu erfüllen, und glaube, das mit dem Double in Italien zum Maximum gebracht zu haben. Sein Ziel und Traum sei es, bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein und das deutsche Trikot zu tragen. Am Donnerstag wird sich zeigen, ob Nagelsmann andere Innenverteidiger vorzieht — oder ob Bissecks Geduld erst später belohnt wird.

