Audi liegt nach dem Grand Prix von Miami mit nur 2 Weltmeisterschaftspunkten auf dem neunten Rang der Konstrukteurs-WM. Gernot Döllner sieht den Start des Unternehmens in die Formel 1 dennoch positiv und spricht von einem Team, das sich nach den ersten Rennen im Mittelfeld etabliert habe.
In Miami kämpfte sich Gabriel Bortoleto vom 21. Startplatz auf P12 vor, doch auch das brachte Audi keine Punkte ein. Es war das dritte punktelose Rennen in Serie nach China und Japan, wo Nico Hülkenberg jeweils auf Platz elf ins Ziel kam. Seit dem Saisonauftakt in Australien, als Bortoleto bei Audis Formel-1-Debüt Neunter wurde und die ersten 2 WM-Punkte holte, hat die Mannschaft seit mehr als zwei Monaten nicht mehr gepunktet.
Döllner betonte, die Leistung des Autos mache zuversichtlich. Er sagte, das Projekt brauche Geduld und Ausdauer, besonders für einen Neueinsteiger mit komplett neu entwickeltem Antrieb. Audi sei sich von Beginn an bewusst gewesen, dass dieser Weg nicht geradlinig verlaufe, und die Renneinsätze zeigten zugleich, wo noch Optimierungsbedarf bestehe. Diese Erkenntnisse seien ein wichtiger Teil der Lernkurve, sagte er.
Gerade Miami zeigte aber auch die Grenzen des Fortschritts. Über das gesamte Wochenende hinweg hatte Audi mehrere Defekte, und nach dem Rennen fiel die Mannschaft in der Tabelle hinter Williams zurück, das mit beiden Autos punktete. Audi steht nun nur noch vor Cadillac und Aston Martin, die beide weiter ohne Punkte sind.
Die Bilanz passt zu einem Team, das erst seit kurzem in der Startaufstellung steht und mit technischen Problemen immer wieder ausgebremst wurde. Dass Döllner dennoch von einem guten Weg spricht, ist deshalb weniger eine Ansage als eine Einordnung: Audi sammelt in einer schwierigen Anfangsphase Erfahrungen, bleibt aber sportlich vorerst im Kampf um kleine Fortschritte statt um große Sprünge. Ob daraus mehr wird, muss sich auf der Strecke zeigen.
