Lesen: Erdbeben bei Neapel erschüttert Campi Flegrei und lässt Schulen schließen

Erdbeben bei Neapel erschüttert Campi Flegrei und lässt Schulen schließen

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Ein Erdbeben der Stärke 4,4 hat am Donnerstagmorgen, dem 21. Mai, die Region um die Phlegräischen Felder bei Neapel erschüttert und in weiten Teilen der Stadt sowie in zahlreichen Umlandgemeinden Panik ausgelöst. Sieben Minuten später folgte eine zweite Erschütterung mit einer Magnitude von 2,1.

Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie lokalisierte das Epizentrum im Meer zwischen Bacoli und Pozzuoli in etwa drei Kilometern Tiefe. Das Beben war in sämtlichen Stadtteilen Neapels zu spüren, auch in Vomero und Secondigliano. Ein Bewohner aus Vomero sagte, er habe einen solchen Lärm noch nie gehört; eine Bewohnerin aus Secondigliano nannte die Lage beängstigend. Unter einem Facebook-Beitrag des Portals schrieb ein Nutzer, er habe in der Küche Kaffee getrunken, als plötzlich die ganze Küche zu wackeln begann.

Nach Angaben von gab es keine Verletzten, wohl aber Sachschäden. In Bacoli stürzte der Bogen eines beliebten Aussichtspunkts ein. Bürgermeister ordnete dort die Schließung aller öffentlichen und privaten Schulen an und ließ zugleich die Schulgebäude überprüfen. In Pozzuoli, Monte di Procida und Quarto blieben die Schulen am Donnerstag ebenfalls geschlossen.

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Della Ragione sagte, das Beben sei stark gewesen. Er habe die Schließung aller Schulen angeordnet, man lasse die Gebäude prüfen, sei auf der Straße, um mögliche Schäden festzustellen, habe das gemeindliche Einsatzzentrum einberufen und stehe nun im Dienst der Bevölkerung.

Die Erdstöße fielen in eine Phase, in der die Campi Flegrei schon mehrfach schwere Beben erlebt haben. Am 13. März 2025 registrierte das INGV dort ein Beben der Stärke 4,6, am 30. Juni 2025 ein weiteres mit derselben Magnitude. Beide gelten als die stärksten jemals in den Campi Flegrei aufgezeichneten Beben. Das Gebiet westlich von Neapel wird als Supervulkan beschrieben und zählt zu den am stärksten bebten Regionen der historischen Aufzeichnungen dort. Eine Studie sieht Magma im Erdinneren als mögliche Ursache für Veränderungen an der Erdoberfläche und für die wiederkehrenden Erdstöße.

Der Befund vom Donnerstag ist deshalb mehr als ein weiterer Schreckmoment. Die Region lebt mit einer dauerhaften seismischen Bedrohung, und die schnelle Reaktion der Behörden zeigt, wie ernst jede neue Erschütterung genommen wird. Für die Menschen in Bacoli, Pozzuoli, Monte di Procida, Quarto und in Neapel bleibt vorerst vor allem eines wichtig: die Schäden zu prüfen und die Schulen sicher zu halten.

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