Die Cleveland Cavaliers haben die Detroit Pistons im entscheidenden siebten Spiel der zweiten Playoff-Runde mit 125:94 bezwungen und stehen damit in den NBA-Halbfinals. Dennis Schröder zog mit Cleveland weiter, während das Team aus Detroit trotz des Status als Nummer-1-Seed im Osten früh den Zugriff auf die Partie verlor.
Den Ton setzte Donovan Mitchell noch vor dem ersten Viertelende mit einem Dreier von der Logo-Linie zum Buzzer. Cleveland ging mit 64:47 in die Pause und baute den Vorsprung nach dem dritten Viertel auf 99:73 aus. Mitchell kam auf 26 Punkte, Jarrett Allen auf 23 Punkte und 7 Rebounds, Evan Mobley auf 21 Punkte und 12 Rebounds. Schröder, der in der vergangenen Saison noch für die Pistons gespielt hatte, kam in 18 Minuten auf 2 Punkte.
Der Sieg bringt Cleveland als Nummer-4-Seed in die nächste Runde gegen die New York Knicks. Für die Pistons endete eine Serie, in der der Favorit auf dem Papier aus Detroit kam, nicht aus Ohio. Dass die Cavaliers den höher gesetzten Gegner in sieben Spielen aus dem Rennen nahmen, fiel deshalb als kleine Überraschung ins Gewicht.
Zu der Atmosphäre trug auch Klubbesitzer Dan Gilbert bei, der für die rund 270 Kilometer lange Fahrt von Cleveland nach Detroit 25 Busse organisierte. Mehr als 1200 Anhänger sollen auf Gilberts Kosten in der Arena gewesen sein. Für Spiel 5 hatte er bereits Busse, Eintrittskarten, Essen und eine Feier für Fans bezahlt. Als die Schlusssirene erklang, war aus dem Lager der Cavaliers nur noch ein Satz zu hören: „Es ist vollbracht!“ Wenig später schallte es „Let’s Go Cavs!“ durch die Halle.
Für Cleveland ist der Einzug in die NBA-Halbfinals die Bestätigung, dass der direkte Weg durch diese Serie möglich war. Nun wartet mit den Knicks der nächste Gegner, während im Westen die Oklahoma City Thunder und die San Antonio Spurs weiter um den anderen Finalisten ringen.
Die Nba Ergebnisse dieses Abends erzählen damit mehr als nur einen klaren Auswärtssieg: Sie zeigen, wie ein unterlegener Seed einen höher eingeschätzten Gegner nicht nur überlebt, sondern in dessen Halle auseinanderzieht. Genau darin liegt der Wert dieses Spiels für Cleveland.

