Grêmio empfängt am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, Palestino in Porto Alegre und steht im vorletzten Spieltag der Gruppenphase der Copa Sudamericana unter Druck. Für den Klub ist die Partie grundlegend, um im Rennen um den ersten Platz in der Gruppe zu bleiben. Ohne Sieg hätte Grêmio keine Chance mehr, Montevideo City Torque noch vom Spitzenplatz zu verdrängen.
Für das Heimspiel setzte Grêmio auf eine offensive Besetzung mit Enamorado, Braithwaite und Amuzu. Gabriel Mec kehrte in die Startelf zurück, während Carlos Vinícius, Grêmios bester Torschütze im Jahr 2026, nur auf der Bank Platz nahm. Gustavo Martins fehlte wegen einer Verletzung.
Die Ausgangslage macht die Begegnung mehr als nur ein weiteres Gruppenspiel. Grêmio spielt in Porto Alegre nicht um einen schönen Abschluss, sondern um das Überleben im Titelrennen der Gruppe. Der Druck entsteht aus der Tabelle selbst: Nur ein Erfolg hält die Hoffnung auf Platz eins offen, und genau dieser Platz ist der Weg, um Montevideo City Torque noch zu überholen.
Gerade darin liegt die Spannung dieses Abends. Grêmio bringt mit Braithwaite, Enamorado und Amuzu eine Dreierreihe auf den Rasen, die sofort für Durchschlagskraft sorgen soll, verzichtet aber gleichzeitig auf den treffsichersten Mann der Saison von Beginn an. Dass Carlos Vinícius zunächst draußen bleibt, zeigt, wie sehr die Entscheidung auf das Spielmanagement und nicht nur auf Namen gebaut ist. Gleichzeitig schwächt der Ausfall von Gustavo Martins die Optionen in einem Moment, in dem jeder Personalverlust schwerer wiegt als sonst.
Palestino reist damit als Gegner in eine Partie, die für Grêmio in der Copa Sudamericana längst eine Schlüsselfunktion hat. Die Gruppenphase ist noch nicht vorbei, doch der Spielraum ist klein. Was in Porto Alegre passiert, entscheidet darüber, ob Grêmio am Ende der vorletzten Runde noch aus eigener Kraft auf den Spitzenplatz hoffen darf oder ob der Weg nach oben praktisch zugeschlagen ist.

