Heute um 18:05 Uhr zeigt ZDF mit „Vorsingen“ eine der persönlichsten Folgen von Soko Wismar. In der 448. Episode der langlebigen Reihe trifft Hauptkommissarin Karoline Joost in einer Karaoke-Bar in Wismar nach mehr als 20 Jahren wieder auf ihre alte Freundin Luise Ahrens. Was als Wiedersehen beginnt, endet mit einem Mord, der Joost mitten ins Herz trifft.
Luise Ahrens hat gerade eine Professur an der Universität Wismar erhalten, als Carsten Schubert sie in der Bar bedrängt. Auf dem Heimweg wird sie wenige Meter vor ihrem Hotel getötet. Am nächsten Morgen erfährt Joost, dass ihre Freundin tot ist, und sagt, sie wolle den Fall lösen. Dass sie dabei ihre Gefühle im Griff behalten kann, bezweifelt Jan-Hinrich Reuter von Anfang an.
Die Folge lief erstmals am 29. März 2023 bei ZDF und ist in Soko Wismar als Fall angelegt, der berufliche Distanz und persönliche Betroffenheit unbarmherzig gegeneinanderstellt. Weil das Opfer nicht irgendeine Unbekannte ist, sondern eine enge Freundin der ermittelnden Hauptkommissarin, bekommt der Fall von Beginn an ein anderes Gewicht als ein gewöhnlicher Mord in der Küstenstadt.
Genau darin liegt auch die Spannung dieser Episode. Carsten Schubert wird schnell als Hauptverdächtiger identifiziert, doch auch Luise Ahrens’ Ehemann Markus Krinke gerät unter Verdacht. Für Joost wird die Suche nach der Wahrheit damit zur Gratwanderung: Sie muss den Tod einer Frau aufklären, die sie nach zwei Jahrzehnten wieder in ihr Leben gelassen hat, und zugleich beweisen, dass persönliche Nähe ihre Ermittlungen nicht bestimmt. Am Ende ist „Vorsingen“ weniger ein Routinefall als einer der härtesten Ermittlungsstunden in Karoline Joosts Karriere.
