Lesen: Graz testet ZikaSealTM gegen Tigermücke in Kanal-Einläufen

Graz testet ZikaSealTM gegen Tigermücke in Kanal-Einläufen

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Graz geht mit einem neuen technischen Versuch gegen die Asiatische Tigermücke vor. In einem festgelegten Testgebiet wurde in dieser Woche das -System in ausgewählte Regeneinläufe eingebaut.

Der Pilot soll verhindern, dass Tigermücken über die Schachtöffnungen in die Kanalisation gelangen und dort Eier ablegen. Das System arbeitet mit einem mechanischen Verschluss im Inneren der Schächte: Im Normalbetrieb bleibt er geschlossen, bei starkem Regen öffnet er sich automatisch für wenige Sekunden, damit Wasser abfließen kann, und schließt danach sofort wieder. Gesundheitsstadtrat nannte die Installation einen weiteren konkreten Mosaikstein, um das Gesamtbild Schritt für Schritt zu vervollständigen. Die städtische Ärztin verglich das Prinzip mit einer Herzklappe.

Hinter dem Versuch steht mehr als ein einzelner Einbau. Die Stadt Graz arbeitet seit mehreren Jahren mit unterschiedlichen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Tigermücke, darunter Monitoringprogramme, das Entfernen von Brutstätten, Informationskampagnen, biologische Bekämpfungsmethoden und internationale Forschungskooperationen. Nun kommt mit dem ZikaSealTM-System ein Baustein hinzu, der direkt an der Infrastruktur ansetzt. sagte, das neue Vorhaben verbinde Gesundheitsvorsorge mit intelligenter Infrastruktur, und mit der praktischen Umsetzung begännen nun jene Tests, aus denen wichtige Erkenntnisse für mögliche weitere Schritte gewonnen werden könnten.

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Der Ort des Eingriffs ist kein Zufall. sagte, Kanalschächte böten der Tigermücke ideale Bedingungen: stabile Temperaturen, Feuchtigkeit und Schutz. Genau dort setze man jetzt an. Der Pilot soll deshalb nicht nur zeigen, ob das System unter Grazer Bedingungen langfristig funktioniert, sondern auch, ob sich der Aufwand für die bisher notwendige BTI-Anwendung in bestimmten Bereichen verringern lässt. Damit wird aus einem technischen Test eine praktische Frage für die Stadt: Kann eine mechanische Sperre in den Schächten eine der hartnäckigsten Brutstätten dauerhaft unzugänglich machen und so die bisherige Bekämpfung spürbar entlasten?

Die Antwort darauf wird sich nicht in Tagen, sondern über die Belastbarkeit des Systems im laufenden Betrieb zeigen. Für Graz ist der Versuch ein weiterer Schritt in einer Strategie, die sich nicht auf eine Maßnahme verlässt, sondern auf ein Bündel aus Kontrolle, Vorbeugung und gezieltem Eingreifen.

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