Herbert Hainer hat vor dem DFB-Pokalfinale jede Spekulation um Vincent Kompany vom Tisch gewischt. Der Präsident des FC Bayern sagte, der Club werde seine Position in keinem Fall schwächen und bezeichnete den Trainer als „unverkäuflich“.
Die klare Ansage kommt in einer Phase, in der aus England Berichte über einen möglichen Abschied von Pep Guardiola bei Manchester City nach dem letzten Premier-League-Spiel gegen Aston Villa am Sonntag kursieren. In diesem Zusammenhang wurde Kompany von Medien als Kandidat für den City-Posten genannt. Hainer machte daraus in München keinen offenen Punkt: Für Bayern sei der Belgier gesetzt, sein Vertrag laufe bis 2029.
Hainer setzte die Personalfrage bewusst in den größeren Rahmen der Saison. Am Samstag um 20.00 Uhr trifft Bayern im DFB-Pokalfinale auf den VfB Stuttgart, und nach den Worten des Präsidenten würde ein Double die Spielzeit krönen. Zugleich erinnerte er daran, dass die Münchner Frauen ihren Titel bereits verteidigt haben. Bayern hat seit 2020 kein Endspiel im Pokal mehr erreicht, was den kommenden Abend aus Sicht des Clubs zusätzlich auflädt.
Der Präsident verband die sportliche Lage mit Selbstbewusstsein und einem klaren Anspruch. Bayern habe gegen Real Madrid und Paris beeindruckt, sagte er, und Vertreter von Real Madrid hätten den Münchnern bei einem Mittagessen in München mitgeteilt, dass sie sich nur am FC Bayern orientierten. Daraus leitete Hainer ein Selbstverständnis ab, das er ausdrücklich gegen finanzielle Abhängigkeit von außen stellte: Bayern hänge nicht am Tropf eines Fremdinvestors, die eigene DNA sei unbezahlbar.
Auch bei Kompany selbst blieb Hainer bei Lob ohne Abstriche. Er verwies auf ein altes Urteil von Ottmar Hitzfeld, wonach für einen Trainer vor allem Authentizität zähle, und sagte, Kompany sei diese Authentizität in Person. Der Coach sei morgens der Erste an der Säbener Straße und gehe als Letzter. Nach Auswärtsspielen schaue er sich im Flugzeug alle Spielszenen noch einmal an und hole seine Assistenten direkt in die erste Analyse. Für Hainer ist das kein Detail, sondern ein Beleg für die Arbeitsweise, die Bayern derzeit prägt.
Inmitten der Spekulationen aus Manchester wollte der Präsident vor allem eines verhindern: dass die Münchner in einer Phase sportlicher Stabilität ins Wanken geraten. Seine Botschaft war nicht diplomatisch, sondern endgültig. Kompany, sagte er, sei ein Upgrade — und für Bayern derzeit schlicht nicht zu haben.

