Miroslav Klose wird nach zwei Jahren bei 1. FC Nürnberg mit einer Rückkehr nach Italien in Verbindung gebracht. Die Gazzetta dello Sport berichtete, dass der 47-Jährige als Trainerkandidat bei seinem früheren Klub Lazio Rom gilt.
Der Name des früheren Weltklasse-Stürmers fällt nicht zufällig. Klose spielte von 2011 bis 2016 für Lazio Rom, bestritt 171 Pflichtspiele und war direkt an 98 Toren beteiligt. In Rom wurde er nach seinem Abschied als Klublegende gesehen, und die Verbindung zur Stadt soll nie ganz abgerissen sein. Claudio Lotito, der Lazio-Präsident seit 2004, gilt als großer Klose-Fan.
Brisant ist die Lage, weil Klose erst vor wenigen Monaten seinen Vertrag bei 1. FC Nürnberg bis 2028 verlängert hat. Nach Angaben aus dem Umfeld des Klubs soll das neue Arbeitspapier aber eine Ausstiegsklausel enthalten, die ihm einen vorzeitigen Abschied ermöglichen würde. Für Nürnberg wäre das ein empfindlicher Rückschlag, denn Klose hatte den Zweitligisten gerade erst langfristig gebunden.
Bei Lazio steht die Trainersuche offenbar auch unter emotionalen Vorzeichen. Der Klub sucht Berichten zufolge nach einer Lösung, die nicht nur sportlich passt, sondern auch zur Geschichte des Vereins. Das macht Klose zu mehr als nur einem Namen auf einer Liste. Mit Maurizio Sarri ist der aktuelle Trainer zwar bis 2027 gebunden, doch die Vergangenheit zeigt, wie schnell sich die Lage in Rom drehen kann: Sarri war bereits 2024 entlassen und nach fast einem Jahr zurückgeholt worden.
Neben Klose werden drei weitere Namen als mögliche Kandidaten genannt: Dino Toppmöller, Kosta Runjaic, Raffaele Palladino und Gennaro Gattuso. Damit stehen derzeit vier Coach-Kandidaten im Raum. Ob Lazio den emotionalen Reiz eines Rückkehrers höher bewertet als die Sicherheit eines laufenden Vertrags in Nürnberg, dürfte die entscheidende Frage in den kommenden Wochen sein.

