Moldawiens Vertreter Satoshi hat sich am zurückliegenden Dienstag mit dem Lied „Viva, Moldova!“ für die Gala am 16. Mai beim Eurovision Song Contest 2026 qualifiziert. Damit bleibt Moldau im Rennen um den Sieg in Wien, wo der Wettbewerb in diesem Jahr ausgetragen wird.
Der Auftritt kam nach seinem Erfolg im nationalen Auswahlverfahren in Moldawien. Anfang der Woche hatte Satoshi den Song im Halbfinale des Wettbewerbs vorgestellt, und während seines Auftritts erschienen die Worte „Palma de Mallorca“ auf dem großen Bildschirm hinter ihm. Im Refrain erwähnt er die Balearen-Hauptstadt Palma.
„Viva, Moldova!“ ist auf Rumänisch verfasst und feiert das Land, das in diesem Jahr zu den 35 teilnehmenden Nationen gehört. Der Eurovision Song Contest wird zum 70. Mal ausgetragen, und Moldawien ist damit mitten in einer Ausgabe, die schon vor dem Finale politisch aufgeladen ist. Island, Irland, die Niederlande, Slowenien und Spanien nehmen aus Protest gegen die Teilnahme Israels nicht teil.
Für die Gastgeberseite bemüht man sich dennoch um einen unaufgeregten Ton. Pedro Fiol sagte mit Blick auf die Veranstaltung: „Das Motto lautet 'Vereint durch die Musik', und hier gibt es keine Ideologien oder Politik“. Er fügte hinzu: „Die Stimmung ist großartig.“
Für Moldau bedeutet die Qualifikation mehr als nur ein weiterer Platz im Wettbewerb. Satoshi hat sich erst nach dem Gewinn des nationalen Auswahlverfahrens in Moldawien auf die Wiener Bühne gespielt, und sein Beitrag verbindet einen klaren Heimbezug mit einem Auftritt, der auf dem Bildschirm und im Refrain bewusst über die Landesgrenzen hinausgreift. Auf dem Weg zur Gala am 16. Mai ist genau das der Punkt: Der Song ist angekommen, und Moldau bleibt sichtbar im Feld der Anwärter.

