Lesen: Bären in Trentino: 30-Jährige meldet Angst vor Begegnung bei Cadine

Bären in Trentino: 30-Jährige meldet Angst vor Begegnung bei Cadine

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Eine 30-jährige Frau hat am Sonntagmittag, 17. Mai, in den Wäldern oberhalb von Cadine in Trentino einen Notruf abgesetzt, weil sie einen Bären fürchtete. Sie war auf einem Wanderweg zwischen Fontana Filia und Terlago unterwegs und befand sich gegen 13.30 Uhr nahe der Strada Strapia.

Die ersten Kräfte an der Stelle kamen von der . Sie fanden die Frau erschöpft und schockiert, aber körperlich unverletzt, und brachten sie zurück zu ihrem Auto. sagte dazu: „Wir haben es geschafft, sie in kurzer Zeit in Sicherheit zu bringen.“ Er ergänzte: „Sie wurde verfolgt, aber nicht angegriffen. Sie war müde, sie hatte Angst.“

Genau an diesem Punkt trennen sich die Berichte. Die erklärte, es habe weder einen Angriff noch eine Verfolgung gegeben. Nach Angaben der Provinz nahm der Forstdienst die direkte Aussage der Wanderin auf; demnach habe sie auf dem Waldpfad einen Bären gesehen. Frühe Berichte von und hatten dagegen geschrieben, die Frau sei von einem Bären verfolgt worden.

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Dass der Vorfall weit über den Nachmittagsspaziergang hinaus Aufmerksamkeit bekam, hat mit der Lage in der Region zu tun. Trentino zählt 118 Braunbären, deren Bestand seit den späten 1990er Jahren im Rahmen des Life-Ursus-Projekts stetig gewachsen ist. Im Gebiet um Cadine wurden zuletzt auch Berichte über eine Bärin mit Jungen gemeldet, was Anwohner und Wanderer zusätzlich alarmiert hat. Schon im Februar bestätigte die Polizei während der Olympischen Spiele einen Angriff eines Raubtiers, und erst letzten Sommer wurden in Piemont zwei deutsche Urlauber beim Campen von einem Bären geweckt.

Der Fall vom 17. Mai zeigt vor allem eines: In einer Region mit wachsender Bärenpopulation reicht schon eine kurze Begegnung, damit aus einem Ausflug ein Einsatz wird. Ob die Frau einem Tier tatsächlich nah genug kam, um von einer Verfolgung zu sprechen, bleibt der zentrale Streitpunkt — die Provinz sagt nein, die erste Schilderung vor Ort klang anders. Klar ist nur, dass die Wanderin unverletzt blieb und die Feuerwehr sie aus dem Wald holte. Wer den Pfad bei Cadine an diesem Nachmittag ging, bekam einen Eindruck davon, wie schnell das Thema Bären dort den Alltag bestimmt. Nebenbei lag der Blick vieler Leser auch auf ganz anderen Wetterlagen, etwa auf dem Hinweis zu Lippstadt: Biowetter am 17.05.2026 bleibt ohne spürbaren Einfluss.

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