Ein 18-jähriger Fahranfänger ist in der Nacht bei Ramsau bei Berchtesgaden mit seinem Auto von der B 305 abgekommen und in die Ramsauer Ache gestürzt. Der Wagen überschlug sich bei dem Unfall und kam schließlich auf den Rädern im Fluss zum Stehen.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 1.40 Uhr in Fahrtrichtung Berchtesgaden, kurz nach dem unteren Felsentor. Dort verlor der Fahrer die Kontrolle, geriet rechts von der Straße ab und fiel rund fünf Meter tief in den Fluss. Noch bevor die ersten Rettungskräfte eintrafen, konnte sich der junge Mann selbst aus dem Wrack befreien und das Ufer erreichen. Helfer versorgten ihn an der Unfallstelle und brachten ihn anschließend ins Klinikum Traunstein.
Die Bergung war mehr als nur Routine. Die Freiwillige Feuerwehr Ramsau rückte mit rund 30 Einsatzkräften an, sicherte die Unfallstelle und hob das schwer beschädigte Auto mit einem Kranwagen aus dem Wasser. Der Sachschaden wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Für den Transport des Verletzten spielte auch der Zustand der regionalen Klinikversorgung eine Rolle: Die nahe Kreisklinik Bad Reichenhall hatte demnach einen Aufnahmestopp verhängt, weshalb der Rettungswagen mehr als 60 Kilometer bis nach Traunstein fahren musste.
Besonders heikel war die Lage am Fluss selbst. Die Ramsauer Ache führte nach heftigem Regen deutlich mehr Wasser als üblich, das Wasser hatte nur knapp unter sechs Grad. Das machte den Sturz in den Fluss noch gefährlicher, auch wenn der Fahrer den Unfall erstaunlich schnell überlebte. Nach Polizeiangaben deutet zudem einiges darauf hin, dass Alkohol im Spiel gewesen sein könnte; bei dem 18-Jährigen wurde Alkoholgeruch festgestellt. Damit verschiebt sich der Fall von einem nächtlichen Unfall in einen möglichen Straftatbestand, dessen genauer Ablauf nun die Ermittlungen klären müssen.
