Sabine Bätzing-Lichtenthäler wird in Rheinland-Pfalz stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend. Die 51-Jährige aus dem Westerwald wechselt damit von der Fraktions- und Parteispitze zurück in die Landesregierung.
Für Bätzing-Lichtenthäler ist es die nächste Station in einer langen politischen Laufbahn. Von 2005 bis 2008 war sie Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 2014 kehrte sie nach Rheinland-Pfalz zurück und ging ins Gesundheitsministerium. Von 2014 bis 2021 leitete sie das Ressort Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie, das nun in neuer Form als Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend weitergeführt wird.
Ihre Rückkehr ist auch politisch ein Signal. Seit 2022 steht sie an der Spitze des Landesverbands des Weißen Rings, 2024 wurde sie als erste Frau zur Vorsitzenden der SPD Rheinland-Pfalz gewählt. Nun rückt sie wieder in die Regierung eines CDU-geführten Landes vor — an der Seite von Alexander Schweitzer, mit dem sie in der Partei als Gesicht eines personellen Generationswechsels gilt, nachdem Roger Lewentz und Malu Dreyer zurückgetreten sind.
Bätzing-Lichtenthäler bringt dafür Erfahrung aus Bundestag und Landespolitik mit. Mit 27 Jahren wurde sie in den Bundestag gewählt und gehörte ihm zwölf Jahre an. Sie ist Mutter von zwei Kindern und Cousine des Limburger Bischofs Georg Bätzing. Mit dem neuen Amt kehrt sie an eine Stelle zurück, an der sie das Sozialressort schon einmal geprägt hat — diesmal mit erweitertem Zuschnitt und größerem politischen Gewicht.
