Zwei Stunden vor dem Ziel der 24 Stunden auf dem Nürburgring lag die Mercedes-AMG GT3 EVO mit der Startnummer 80 von Mercedes-AMG Team Ravenol auf Kurs zum Sieg. Fabian Schiller hatte mehr als drei Minuten Vorsprung auf die Lamborghini Huracan GT3 EVO2 mit der Startnummer 84 von Red Bull Team Abt, während Luca Engstler eine Stop-and-Go-Strafe von 1 Minute und 26 Sekunden für einen Verstoß in einer Code-60-Zone absitzen musste.
Die Strafe traf die Lamborghini in einem Moment, in dem sie mit einer versetzten Strategie noch auf Angriff gefahren war. Doch der Wagen mit der Startnummer 84 war in einer Code-60-Zone mit 116 km/h gemessen worden, und genau dieser Fehler riss das Rennen für das Verfolgerauto auf. Für Mercedes-AMG war das der Punkt, an dem sich ein ohnehin gutes Rennen in eine beinahe sichere Ausgangslage verwandelte. Maxime Martin spielte in diesem Endspurt keine direkte Rolle an der Spitze, aber der Name des Programms stand in einem Rennen, das die Marke wieder an die Spitze des Eifel-Klassikers brachte.
Hinter dem Führungsduo blieb der Kampf um die restlichen Podestplätze offen. Die Aston Martin Vantage GT3 mit der Startnummer 34 von Walkenhorst Motorsport und die BMW M3 Touring mit der Startnummer 81 von BMW M Motorsport mit Connor de Phillippi lagen im Rennen um die Top 3, während die BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer 99 von ROWE Racing von Dries Vanthoor die Top 5 komplettierte. Ganz vorn blieb zugleich die beste Porsche 911 GT3 R EVO mit der Startnummer 24 von Lionspeed GP und Laurens Vanthoor im Blickfeld, auch wenn sie nicht mehr in der Lage war, den Mercedes ernsthaft zu bedrohen.
Der Kontrast zum Schlussabschnitt hätte größer kaum sein können: Mercedes-AMG war zurück auf dem Siegerkurs, weil die eigene Führung standhielt und der härteste Verfolger sich selbst aus dem Takt brachte. Die 24 Stunden am Nürburgring entschieden sich damit nicht nur über Tempo, sondern über Disziplin in einer Code-60-Zone — und genau dort verlor die Lamborghini ihre letzte echte Chance.

