Mehrere Tausend Fans des 1. FC Magdeburg sind am Sonntagmittag vom Damaschkeplatz nahe des Hauptbahnhofs in Richtung Avnet-Arena gezogen. Der Marsch führte über die Ernst-Reuter-Allee zum Stadion und lief vor dem letzten Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga, an dem der FCM gegen den 1. FC Kaiserslautern antrat.
Zum Aufbruch hatte der Block U über soziale Medien aufgerufen. Die Ultras wollten die Anhänger hinter die Mannschaft um Baris Atik und Dominik Reimann bringen und symbolisch zeigen, dass Team und Fans in diesem Moment zusammenstehen. Für den Verein war die Lage eindeutig: Mit mindestens einem Unentschieden wäre der 1. FC Magdeburg auch in der kommenden Saison sicher in der Liga geblieben. Bei einer Niederlage wäre der Club auf Ergebnisse anderer abstiegsgefährdeter Mannschaften wie Fortuna Düsseldorf, Dynamo Dresden oder Arminia Bielefeld angewiesen gewesen.
Der Zug wurde von der Polizei begleitet, blieb aber nicht ohne Begleiterscheinungen. Aus der Menge heraus wurde Pyrotechnik gezündet, zunächst griff die Polizei nicht ein. Zudem kam es für Autos und Straßenbahnen zu Verkehrsbehinderungen auf dem Weg zum Stadion.
Der Fanmarsch passte in die zugespitzte Lage im Abstiegskampf des 1. FC Magdeburg. Gerade an einem letzten Spieltag zählt für den Club nicht nur das Ergebnis auf dem Rasen, sondern auch das Signal von den Rängen. Dass die Anhänger nicht durch den Tunnel marschierten, machte den Aufzug zusätzlich zu einem öffentlichen Bild des Schulterschlusses, das weit über den Sonntagmittag hinaus wirken sollte.
