Am Sonntag, 17. Mai 2026, widmet sich Caren Miosga in ihrer ARD-Talkshow der Frage, ob die Bundesregierung den Reformkurs noch findet. Die Sendung läuft um 21.45 Uhr und trägt den Titel „Kriegt die Regierung die Kurve, Herr Söder?“. Im Mittelpunkt steht damit die schwarz-rote Koalition und ihr Umgang mit den blockierten Vorhaben.
Ein Jahr nach Beginn der schwarz-roten Koalition ringt die Bundesregierung laut Mitteilung um eine gemeinsame Linie für weitreichende Reformen, die von allen Beteiligten als nötig angesehen werden. Zentrale wirtschaftspolitische Vorhaben sind demnach weiter nicht umgesetzt. Hohe Energiekosten belasten den Mittelstand, eine Steuerreform ist noch nicht beschlossen, und der angekündigte Bürokratieabbau ist bislang nicht spürbar. Der aktuelle ARD-DeutschlandTrend zeigt dazu, dass 71 Prozent der Deutschen der Koalition nicht zutrauen, die Wirtschaft zu stärken.
Die Sendung ordnet diese Lage in die politische Realität des Frühsommers ein: Die Regierung ist ein Jahr im Amt, die wichtigsten wirtschafts- und steuerpolitischen Antworten aber stehen weiter aus. Dass Caren Miosga das Thema in ihrer wöchentlichen ARD-Sendung aufgreift, passt zum Profil der Moderatorin, die seit Januar 2024 ihr eigenes Talkformat führt. Zuvor moderierte sie gemeinsam mit Ingo Zamperoni die ARD-Nachrichtensendung „Tagesthemen“ und wurde unter anderem mit der Goldenen Kamera in der Kategorie „Beste Information“ sowie dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Genau darin liegt der Reiz der Sendung: Nicht der Mangel an Diagnose ist das Problem, sondern die Frage, wer die Reformen jetzt tatsächlich durchsetzt. Die Pressemitteilung stellt dazu offen die politische Verantwortung in den Mittelpunkt und fragt, welche Faktoren die Umsetzung verzögern, welche Akteure dafür stehen und welche Maßnahmen diskutiert werden. Die Antwort darauf dürfte entscheiden, ob die Koalition nach einem Jahr mehr liefert als den bloßen Anspruch auf Kurskorrektur.

