Lesen: News Orf: Erste Zuschauer verlassen die Stadthalle noch vor dem Ende

News Orf: Erste Zuschauer verlassen die Stadthalle noch vor dem Ende

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Die ersten Zuschauer haben die Stadthalle verlassen, obwohl das Finale des 70. Song Contest in Wien noch lief und die Abstimmung gerade erst in die heiße Phase ging. Das Publikum war schon auf dem Weg nach draußen, als die Show am Samstagabend noch nicht beendet war.

Im Zentrum des Abends stand laut der Quelle Dara, die den ESC in diesem Jahr erstmals mit „Bangaranga“ gewonnen hat. Für Österreich ist das mehr als eine Randnotiz: Der Blick fiel sofort zurück auf 2015, als das letzte Heimspiel mit einem 0-Punkte-Desaster endete. Diesmal lag die Spannung auf der Frage, ob der Auftritt im eigenen Land dieses Bild korrigieren konnte – und ob das Publikum die Geduld dafür überhaupt noch hatte.

Die Bühnenshow selbst setzte auf möglichst viel Bewegung und möglichst wenig Zurückhaltung. Cosmo brachte „Dance away your inner animal“ und eine „Tanzschein“-Choreografie auf die Bühne, während auf einem Klettergerüst ein Gorilla, eine Gazelle, ein Löwe und ein Nashorn auftauchten. Später mischte mit „Save Your Kisses for Me“ in das Medley mit, dazu aus Norwegen mit „Ya Ya Ya“ und einer Dreimann-Band sowie Felicia aus Schweden mit dem Electropop-Titel „My System“.

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Auch das Medley der ESC-Legenden zog sich durch den Abend und verband Auftritte von Erika Vikman, Verka Serduchka, Ruslana, Max Mutzke, Kristian Kostov, Miriana Conte und Alexander Rybak. Genau darin lag die eigentliche Reibung dieses Finals: Auf der Bühne wurde Größe inszeniert, doch im Saal setzte bereits die erste Unruhe ein. Wenn Zuschauer die Halle verlassen, bevor die Abstimmung beendet ist, sagt das mehr über den Abend als jede Punktetafel.

Am Ende standen die Punkte aus Rumänien, Norwegen, Italien, Zypern, Schweden, Litauen, Polen und Finnland im Raum, mit 24 für Rumänien, 23 für Norwegen, 22 für Italien, 21 für Zypern, 20 für Schweden, 19 für Litauen, 18 für Polen und 17 für Finnland. Der 70. Song Contest in Wien lieferte damit nicht nur ein Siegerbild, sondern auch ein Stimmungsbild: ein Finale, das gewinnen wollte, während ein Teil des Publikums schon gegangen war.

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