Lesen: Ronda Rousey Vs Gina Carano: Rouseys Comeback setzt Kampfsport unter Druck

Ronda Rousey Vs Gina Carano: Rouseys Comeback setzt Kampfsport unter Druck

Veröffentlicht
3 Min. Lesezeit
Anzeige

kehrt am Samstag nach einer zehnjährigen Pause ins MMA zurück und trifft im Intuit Dome in Los Angeles auf . Die 39-Jährige, die einst als eine der prägendsten Figuren des Frauensports galt, sagte vor dem Kampf: „People should have never doubted me“.

Der Kampf ist für ein Federgewicht angesetzt und wird von Jake Pauls organisiert. Live gezeigt wird der Abend auf . Für Rousey ist es ein Comeback mit Vorgeschichte: 2008 gewann sie für die USA Olympia-Bronze im Judo, später wurde sie als erste Frau bei der UFC unter Vertrag genommen – zu einer Zeit, als noch sagte, Frauen würden dort nie kämpfen. Am Ende wurde sie zu einem der größten und bestbezahlten Stars der Liga.

Ihr Weg ging danach weit über die Käfige hinaus. Rousey kämpfte später auch bei WWE für die Gleichstellung von Frauen, wurde Schauspielerin, Bestsellerautorin und Mutter. Gerade diese Mischung aus Ruhm, Einfluss und Rückzug macht ihr Wiedersehen mit dem MMA so auffällig. Sie kommt nicht als Verliererin zurück, sondern als eine Athletin, die im Grunde schon alles bewiesen hat, was man beweisen konnte.

- Advertisement -

Gleichzeitig ist ihr Comeback auch eine Ansage an den Sport selbst. Gegenüber Sport sagte Rousey: „Pay the fighters better. I wouldn't be here if you paid fighters better.“ Sie fügte hinzu, es gehe „nicht mehr nur um Männer oder Frauen“, sondern darum, den Kämpfern ihre Macht zurückzugeben und daran zu erinnern, dass es um die Athleten gehe. „Es ist kein Markenprodukt, es geht um die Kämpfer. Ich will, dass sie die Früchte ihrer Arbeit ernten können“, sagte sie. Ihre Kritik trifft einen Kern, denn in MMA und Boxen hat es bisher keine dauerhaft prägende weibliche Promoterin gegeben, die den Markt ähnlich lange und sichtbar geprägt hätte wie die Männer an der Spitze.

Die Bedeutung dieses Abends liegt deshalb nicht nur in der Frage, wie Rousey nach zehn Jahren Pause aussieht. Es geht auch darum, was ihr Name im Jahr 2026 noch auslöst: Neugier, Nostalgie und vor allem Druck auf eine Branche, die seit Jahren vom Einsatz der Kämpfer lebt, aber immer wieder über ihre Bezahlung diskutiert wird. Der Kampf gegen Carano ist Teil davon. Wer die Szene nur als Rückkehr einer Ikone liest, übersieht den eigentlichen Punkt: Rousey benutzt ihr Comeback, um den Sport erneut zu konfrontieren.

Damit ist die Antwort auf die naheliegende Frage klar. Dieses Duell ist nicht bloß ein Rücktritt vom Rücktritt oder ein letzter Promi-Moment. Es ist der nächste Beweis dafür, dass Rousey auch nach ihrem 10-jährigen Rückzug noch immer das seltene Gewicht hat, ein ganzes Geschäft über sich selbst reden zu lassen. Und wenn sie am Samstag gewinnt, wird nicht nur ein Comeback bestätigt, sondern auch ihr alter Satz, den sie nun mit neuem Nachdruck auflädt: Man hätte sie nie abschreiben sollen.

Anzeige
Diesen Artikel teilen