Lesen: Maibaum der Jugend Horitschon in der Nacht zum 15. Mai abgesägt

Maibaum der Jugend Horitschon in der Nacht zum 15. Mai abgesägt

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In Horitschon im Burgenland ist in der Nacht auf Freitag der Maibaum der abgesägt worden. Der Verein, ein gemeinnütziger Klub im Bezirk Oberpullendorf, erstattete nach eigenen Angaben bereits Anzeige und machte den Vorfall am Samstag auf Facebook öffentlich.

„Brauchtumspflege ihre Grenzen“ und „Heute wurde eine gewaltig überschritten!“, schrieb der Verein dort. Nach Angaben des Klubs geschah das Fällen um Mitternacht am 15. Mai. Dass in der ersten Nacht nach dem Aufstellen eines Maibaums ein Baum fallen könne, sei nicht unüblich, hieß es weiter. Dieser Fall sei aber anders gewesen, weil der Baum nach Darstellung des Vereins nicht in der ersten Nacht, sondern gezielt am 15. Mai um Mitternacht abgesägt worden sei.

Der Verein sieht darin keine harmlose Mutprobe und auch keinen Beitrag zur Tradition. Die Jugend Horitschon sprach von Sachbeschädigung auf Privatgrund und von keiner Bagatelle. Außerdem, so der Klub, habe es bei der Aktion auch Gefahren gegeben, die leicht hätten eintreten können. Ein Zeuge habe zwei Burschen während des Vorfalls beobachtet.

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Die Sache ist damit nicht nur ein Streit über Brauchtum, sondern ein möglicher strafrechtlicher Fall. Der Klub sagte, er habe die Anzeige gemeinsam mit der Polizei eingebracht. Für die Jugend Horitschon ist der Vorfall ein klarer Bruch der Grenze zwischen Brauchtum und Beschädigung – und für den Ort Horitschon die Frage, wer den Maibaum in der Nacht tatsächlich abgesägt hat.

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