Lesen: Ein Starkes Team und die Mörderische Gier in Berlins Wohnungsmarkt

Ein Starkes Team und die Mörderische Gier in Berlins Wohnungsmarkt

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, und ermitteln in ihrem 103. Fall „“ im Mord an . Die Hausangestellte wird tot im Keller eines Berliner Wohnhauses gefunden, und der Fall führt mitten hinein in einen Markt, in dem bezahlbarer Wohnraum knapp ist und die Suche nach einer Wohnung längst zum Kampf geworden ist.

Für die ZDF-Reihe ist das kein neues Terrain. „“ hat die hohe Miete und die Wohnungsnot in Berlin schon mehrfach aufgegriffen, und auch dieser Fall nutzt die angespannte Lage als Motor für die Handlung. Weber hatte erst vor Kurzem bei Tarik Aslans Firma angefangen. Zuvor hatte sie einen gut bezahlten Job bei der großen Immobilienfirma aufgegeben, ihre Wohnung im vornehmen Grunewald verlassen und war in eine Wohngemeinschaft mit ihrem Stiefbruder gezogen.

Besonders brisant ist ihr früheres Umfeld. Niklas Kaiser, Chef von Berlin Heim AG, war nicht nur ihr früherer Vorgesetzter, sondern auch ihr Ex-Freund. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Steffen Sammler soll er Weber benutzt haben, um Mieter in die Irre zu führen. Damit rückt der Fall nicht nur ein Verbrechen, sondern auch die Methoden eines Geschäfts in den Mittelpunkt, das von vielen Berliner Mietern als kalt und ausbeuterisch erlebt wird.

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Garber bringt die Rolle des Immobilienchefs auf den Punkt: Kaiser heiße nicht nur so, er fühle sich auch so, mit wenig Trauer und viel Angeberei. Auf der anderen Seite gerät selbst unter Druck, als die Ermittler ihn befragen. Er reagiert scharf und weist darauf hin, dass sie von der Mordkommission und nicht von der Moralpolizei seien. Genau dieses Misstrauen zwischen den Figuren treibt die Folge voran.

Auch Sophia Schultheiss steht für das Milieu, in dem der Fall verankert ist. Sie wird als typische Berliner Mieterfigur in die Ermittlungen gezogen und sagt über ihren Alltag: „Bei uns ist immer allet pikobello“. Makowski wiederum sucht selbst seit Langem nach einer bezahlbaren Wohnung und wird am Telefon abgewiesen, sobald er seinen Beruf nennt. Das macht die Serie nah an dem Problem, das sie erzählt: Wer in Berlin wohnen will, muss heute nicht nur Geld haben, sondern oft auch Glück, Geduld und die richtigen Kontakte.

Am Ende bleibt ein Fall, der über den Mord hinausweist. „Mörderische Gier“ verbindet den Tod von Amina Weber mit der Frage, wie weit Immobilienfirmen und Mietsysteme Menschen treiben können, bevor aus Not ein Verbrechen wird. Für Berlin ist das keine Randgeschichte, sondern Alltag mit tödlichem Ausgang.

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