Max Holzer und Khalid Taha trafen in Hannover in einem aufgeheizten Grudge Match aufeinander, das Rtl+ am 16. Mai ab 17.30 Uhr live zeigte. Der Dreirunden-Kampf sollte eigentlich schon im September 2025 stattfinden, war dann aber wegen gesundheitlicher Probleme von Holzer geplatzt.
Holzer, 24 und aus Hannover, und Taha, 34 und aus Dortmund, hatten sich schon im Vorfeld immer wieder online attackiert. Nach der Neuansetzung Anfang April ging der Streit weiter. Holzer versuchte vor dem Kampf sogar, Taha als homosexuell darzustellen und ließ T-Shirts mit einer Regenbogenflagge drucken.
Für Taha war das offenbar mehr als bloßes Geplänkel. Er sagte, bei Holzer sei der Eindruck von fehlendem Respekt entstanden und sprach davon, dass bei ihm auch die Angst mitgeschwungen habe, gegen den UFC-Veteran verlieren zu können. Zugleich erklärte Taha, bislang habe Holzer noch keine Grenze überschritten. Eine Linie setzte er dennoch: Sollte es im Hotel vor dem Event zu einer Begegnung kommen, werde er ihm den Kiefer brechen.
Die Konfrontation machte sich auch beim offiziellen Wiegen am Tag vor dem Kampf bemerkbar. Dort wurde die Security deutlich verstärkt, nachdem die Stimmung zwischen beiden schon seit Wochen angespannt war. Verbal hielten sich Holzer und Taha bei diesem Termin dann zurück. Das passte zu dem Eindruck, dass die Auseinandersetzung zwar scharf geführt wurde, der sportliche Teil diesmal aber tatsächlich auf der Matte entschieden werden sollte.
Der Kampf selbst war als Federgewichtsbout angesetzt. Taha hat bereits in den größten Organisationen der Welt gekämpft, während Holzer als eines der größten Talente in Deutschland gilt. Genau diese Mischung aus Erfahrung, Erwartungsdruck und persönlicher Vorgeschichte machte das Duell in Hannover zu einem der auffälligeren Abende im Programm von Rtl+.
Die Vorgeschichte erklärt, warum der Abend weit über einen normalen Termin im Kampfsportkalender hinausging. Seit der ersten Absage lieferten sich Holzer und Taha regelmäßig verbale Angriffe im Netz, Holzer setzte dabei wiederholt auf provokante Aussagen und Social-Media-Inszenierungen. Dass der Kampf nach der Neuansetzung nun tatsächlich stattfinden sollte, war deshalb nicht nur eine sportliche, sondern auch eine Frage der Glaubwürdigkeit für beide Seiten.
Am Ende blieb vor allem eines hängen: Aus einem Duell, das schon einmal gescheitert war, wurde ein Live-Event mit erhöhtem Sicherheitsaufgebot, klaren Fronten und der Erwartung, dass nun endlich im Ring entschieden wird, was online so lange hochgekocht wurde.

