Lesen: Ortspolizeibehörde Bremerhaven: Obertshausen setzt Zeichen gegen häusliche Gewalt

Ortspolizeibehörde Bremerhaven: Obertshausen setzt Zeichen gegen häusliche Gewalt

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Obertshausen hat am Freitag mit der Aktion #ZeichenSetzen ein sichtbares Signal gegen häusliche Gewalt gesetzt. Beim After-Work-Treffen am Meininger Platz zeigten und vom die internationale Handgeste, die bedeutet: „Ich brauche Hilfe!“

Die Geste ist einfach, aber im Ernstfall entscheidend. Der Daumen wird in die offene rechte Hand gelegt, die übrigen Finger schließen sich darüber. Sie soll Menschen helfen, in Situationen von Bedrohung oder Gewalt heimlich auf sich aufmerksam zu machen, wenn sie nicht offen sprechen können. Ursprünglich wurde das Handzeichen in Kanada entwickelt, inzwischen ist es weltweit verbreitet.

Hoffmann und Exner erklärten die Geste nicht als Symbol, sondern als Möglichkeit, im Notfall etwas auszulösen. Die Stadt verband die Aktion deshalb mit konkreten Telefonnummern und Beratungsstellen. Bürgermeister und Erster Stadtrat unterstützten die Kampagne am Freitag ebenfalls und zeigten die Handzeichen vor Ort.

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Im Mittelpunkt der Aktion stand der praktische Hinweis, wohin Betroffene sich wenden können. Das Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen ist unter 116016 erreichbar. Das Frauenhaus in Rodgau und der Verein „“ im Kreis Offenbach sind unter 06106 13 36 0 zu erreichen. Für Eltern gibt es Hilfe unter 0800 111 0 550.

Kinder und Jugendliche, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, finden Unterstützung bei „Halte.Punkt“ von in Offenbach unter 069 8509 6800 sowie mobil unter 0176 856 456 13. Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter 116 111 erreichbar. Queere Menschen bekommen Hilfe unter 06074 22 65 über den Kreis oder unter 069 8509 6800. Das Beratungszentrum Mitte der Regionalen Diakonie Rhein-Main Süd ist unter 06074 82760 zu erreichen, der Weisse Ring täglich von 7 bis 22 Uhr unter 116 006.

Die Stadt stellte die Informationen nicht nur auf dem Platz vor, sondern legte auch Flyer in beiden Rathäusern aus. Genau darin liegt der Kern der Kampagne: Das Signal ist für Momente gedacht, in denen jemand nicht frei reden kann, und die Stadt will sicherstellen, dass die passende Hilfe dann ohne lange Suche erreichbar ist.

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