Lesen: Tommi Schmitt: Luka Vuskovic zieht nach starker HSV-Leihe Bilanz

Tommi Schmitt: Luka Vuskovic zieht nach starker HSV-Leihe Bilanz

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verlässt den mit einer Bilanz, die in dieser Form kaum jemand erwartet hatte. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger, der von ausgeliehen war, kehrt am 30. Juni nach London zurück – und sagt selbst, er sei mit allem zufrieden und hätte sich die Saison nicht besser vorstellen können.

Vuskovic brachte es für HSV in 29 Pflichtspielen auf 2.562 Minuten, erzielte als Abwehrspieler sechs Tore und war mit einer Duellquote von 69,9 Prozent der stärkste Spieler der in Zweikämpfen. Seine letzte Heimpartie im Volksparkstadion gewann Hamburg gegen den 3:2, Vuskovic traf dabei selbst und hielt danach sein Trikot mit dem Namen und der Nummer 44 in Richtung der Fans hoch.

Dass dieser Abgang nun so aufgeräumt wirkt, hat viel mit dem Verlauf seines Leihjahres zu tun. Vuskovics Saison wurde durch eine Knieprellung, eine Gelbsperre und seine späte Ankunft in Hamburg kurz vor dem Schlussspurt des vergangenen Sommers unterbrochen. Trotzdem stand am Ende eine der auffälligsten Defensivleistungen der Liga – und ein junger Profi, der in Hamburg mehr als nur Einsatzzeit sammelte.

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Vuskovic sagte, es sei ein gutes Jahr für ihn gewesen. Seine Mitspieler, der Trainerstab und die Fans hätten ihm sehr geholfen, gerade dann, wenn er Fehler gemacht habe. Er sei unterstützt und weiter vorangetrieben worden. Für einen Spieler, der als Innenverteidiger sechs Treffer erzielte, ist das eine ungewöhnlich klare Bestätigung dafür, dass er sich in kurzer Zeit an einem neuen Ort durchgesetzt hat.

Auch privat war die Leihe eng mit dem Club verknüpft. Bei vier Heimspielen, in denen Vuskovic traf, saßen seine Familienmitglieder Daniel, Sanja und Mario auf der Tribüne im Volksparkstadion. Vuskovic sagte, sie wirkten für ihn wie ein Glücksbringer. Der HSV bedeute seiner Familie viel und sei ein zweites Zuhause.

Gerade die Verbindung zu gibt dem Ganzen eine zweite Ebene. Mario soll nach einer vierjährigen Sperre zum Jahresende sein Comeback anpeilen und trainiert nach Angaben seines Bruders jeden Tag, um in bestmöglicher Verfassung zurückzukehren. Luka Vuskovic sagte, wenn sie sich begegnen würden, sehe er, dass sein Bruder körperlich besser sei, und er könne es kaum erwarten, zurückzukehren; wie sehr Mario den Club liebe, werde dabei deutlich.

Für den Hamburger SV endet damit eine Leihe, die sportlich weit über ein Zwischenkapitel hinausging. Vuskovic kam spät, fiel zwischendurch aus und war trotzdem über Monate einer der prägendsten Spieler des Teams. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, ob Hamburg von ihm profitiert hat. Die Antwort liefert die Statistik ebenso wie der letzte Applaus im Volksparkstadion: sehr deutlich.

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