Das ZDF zeigt am Freitag, 15. Mai 2026, um 21:15 Uhr eine neue Folge von Soko Leipzig mit dem Titel „Unerwünschte Nebenwirkung“. Die 13. Folge der 22. Staffel ist ab Freitagabend auch in der ZDF-Mediathek abrufbar.
Im Zentrum des Falls steht Kim Nowak. Sie erhält ein anonymes Schreiben über den Tod ihrer ehemals besten Freundin Sara Winterfeld, und schnell wird klar, dass sie die Sache nicht als abgeschlossen hinnimmt. Saras Eltern Hans und Jutta Winterfeld gehen von einem Suizid aus, doch Kims kriminalistisches Gespür sagt ihr, dass etwas nicht stimmt. Gemeinsam mit Moritz Brenner nimmt sie die Ermittlungen auf.
Die ersten Spuren führen zu Saras ehemaligem Arbeitgeber Horizon Medics, geleitet von Gabriela Zutter. Zutter sagt, Sara habe bis zuletzt an einem neuen Antidepressivum geforscht und selbst an Depressionen gelitten. Genau dort setzt der Fall an: an einem Umfeld, in dem Forschung, persönlicher Druck und ein möglicher Missbrauch von Medikamenten eng ineinandergreifen.
Damit greift die Folge ein Thema auf, das über den einzelnen Kriminalfall hinausweist. Es geht um Pharmaindustrie, Medikamentenmissbrauch, klinische Studien, Interessenkonflikte in der Forschung und den Druck auf Wissenschaftler. Aus einem vermeintlich klaren Todesfall wird ein Netz aus Lügen und Vertuschungsaktionen, das Kim und Brenner Schicht für Schicht freilegen müssen.
Soko Leipzig läuft seit 2001 und zählt mit inzwischen über 400 Folgen zu den langlebigsten deutschen Krimiformaten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Der Fall „Unerwünschte Nebenwirkung“ nutzt diese Routine für einen besonders persönlichen Zugriff: Für Kim ist es nicht nur ein Einsatz, sondern die Suche nach der Wahrheit über eine Freundin, deren Tod andere längst erklärt zu haben glauben.
Am Ende steht genau das im Mittelpunkt: Nicht der Verdacht gegen einen einzelnen Ort, sondern die Frage, wie weit ein System aus Schweigen und Verschleierung reichen kann, wenn eine vermeintlich einfache Todesursache plötzlich nicht mehr trägt.
