Lesen: Stefanie Stappenbeck über Rauchen, Alkohol und Burnout: der Wendepunkt

Stefanie Stappenbeck über Rauchen, Alkohol und Burnout: der Wendepunkt

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Ein Satz von hat nach eigenen Angaben vor vielen Jahren dazu gebracht, noch in derselben Nacht mit dem Rauchen aufzuhören. Die Schauspielerin sagte, sie habe damals während der Dreharbeiten zu „“ erfahren, dass Bleibtreu von einem Arzt gehört habe, sie habe bei ihrem bisherigen Lebensstil nur noch drei Jahre zu leben.

Stappenbeck sagte weiter, sie habe auch das Trinken in dieser Phase beendet, weil Rauchen für sie unmittelbar mit Rotwein verknüpft gewesen sei. Als sie drei Wochen später wieder ein Glas Wein trank, sei ihr erst klar geworden, wie stark Alkohol für sie wirke. Heute trinke sie nur noch sehr selten. Der Auslöser lag damit nicht in einem langfristigen Vorsatz, sondern in einer abrupten Einsicht, die sie an jenem Abend traf.

Der Wendepunkt ist mehr als eine persönliche Anekdote. Er erklärt, warum Stappenbeck Gesundheit heute nicht als Einzelthema behandelt, sondern als Zusammenspiel von Körper und Seele. Sie sagte, sie sei überzeugt, dass ein gesunder Körper eine gesunde Seele brauche. Später habe auch eine beginnende Burnout-Diagnose dazu geführt, dass sie ihre seelische Verfassung ernster genommen habe. Von da an habe sie beides bearbeitet: mit Coaching, Blutanalysen, Ernährung und Nahrungsergänzung.

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Stappenbeck beschreibt ihre Routinen inzwischen fast wie ein tägliches Programm. Die letzte halbe Stunde vor dem Schlafen und die erste Stunde nach dem Aufwachen versuche sie für positive Gedanken zu nutzen. Eine Zeit lang habe sie drei Viertel eines Jahres lang ein Dankbarkeitstagebuch geführt. Dazu komme ein Vitalring und Schlaf-Tracker, deren Werte sie nach eigenen Worten nicht mehr stressen lässt. Selbst wenn sie erst um 1 Uhr einschlafe und um 6 Uhr wieder aufwache, könne der Ring mehr als eine Stunde REM-Schlaf und mehr als eine Stunde Tiefschlaf anzeigen. Auch die Herzratenvariabilität zeige ihr, wie entspannt ihr Nervensystem wirklich sei.

Der Blick auf diese Zahlen ist für sie Teil derselben Haltung wie der Blick auf den Teller. Komplett biologische Ernährung sei am Set schwierig, sagte Stappenbeck. Warmes Gemüse zum Frühstück sei dort inzwischen beliebt geworden, dazu bio Eier, gutes Butterbrot oder angebratene Karotten und Zucchini. Manchmal nehme sie einfach Reste vom eigenen Abendessen mit an den Drehort. „Das ist tatsächlich mehr Arbeit als man denkt“, sagte sie mit Blick auf diese Form der Selbstfürsorge.

Genau darin liegt die Spannung ihrer Geschichte: Stappenbeck spricht nicht von einer makellosen Gesundheitslehre, sondern von einem Alltag, der zwischen Dreharbeiten, Schlafdaten und Essensplanung ständig organisiert werden muss. Sie zeigt damit, dass ihr heutiger Umgang mit Alkohol, Ernährung und Erholung nicht aus Wellness-Rhetorik besteht, sondern aus einer Reihe sehr konkreter Entscheidungen, die nach einem frühen Schock, einer späteren Erschöpfung und vielen kleinen Umstellungen geblieben sind.

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