Lesen: ägypten bleibt bei Alleinreisenden gefragt – besonders bei Älteren

ägypten bleibt bei Alleinreisenden gefragt – besonders bei Älteren

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Alleinreisende haben im Wintergeschäft von eine feste Größe erreicht: Zwischen November 2025 und Ende Februar 2026 entfielen 18 Prozent aller Winterreisen auf Menschen, die allein unterwegs waren. Besonders deutlich ist der Trend bei älteren Gästen. 67 Prozent der Solo-Reisenden waren 50 Jahre oder älter.

Eine weitere Gruppe fiel kaum ins Gewicht, aber sie ist für den Markt wichtig genug, um genau hingesehen zu werden: Ein Drittel der Alleinreisenden war zwischen 18 und 49 Jahren alt. Bei den über 65-Jährigen lag der Anteil der Solo-Vacationer bei 29 Prozent. Das macht aus einer Nische ein dauerhaftes Reiseverhalten, das in mehreren Lebensphasen sichtbar bleibt.

Auch beim Buchungsverhalten unterscheiden sich Alleinreisende von anderen Urlaubern. Sie buchten im Schnitt 74 Tage vor Abreise und damit deutlich früher als der Gesamtmarkt, der auf 107 Tage kam. Frauen reservierten ihre Reise im Mittel zwei Wochen früher als Männer. Für Dertour ist das ein Hinweis darauf, dass sich Angebote stärker auf dieses Segment ausrichten lassen müssen, wie sagte. Vor allem bei Reiseplanung und Produktzuschnitt zeigt sich, dass Solo-Reisen nicht improvisiert, sondern oft lange vorbereitet werden.

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Beim Aufenthalt selbst blieb der Unterschied ebenfalls klar: Solo-Reisende waren im Winter durchschnittlich 13,5 Tage unterwegs, begleitet reisende Gäste nur 9,5 Tage. Über 65-jährige Alleinreisende kamen sogar auf 19 Tage. Viele von ihnen verbringen den Winter offenbar bewusst länger an Orten wie Tunesien, Thailand oder auf den Kanaren. Das passt zu den Buchungsdaten, nach denen 80 Prozent der Solo-Reisenden ein Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel wählten und die Hälfte All-inclusive buchte.

Dertour bezeichnet Solo-Reisen als festen Teil des Marktes. Die Zahlen zeigen zugleich, wie stark das Thema von älteren Urlaubern geprägt ist. Das gilt nicht nur für Fernziele wie Thailand, die Karibik oder den Indischen Ozean, sondern auch für die Mittelstrecke: Spanien, ägypten und Türkei gehörten zu den meistgebuchten Zielen. sagte dazu, Solo-Reisen begleiteten unterschiedliche Lebensphasen und gewännen über den Lebensverlauf hinweg an Bedeutung. Genau darin liegt der Kern der Entwicklung: Allein zu reisen ist längst keine Ausnahme mehr, sondern für viele ein normales Buchungsmuster.

Für die Branche heißt das vor allem eines: Wer Solo-Reisende weiter nur als Randgruppe behandelt, verfehlt einen Markt, der früh bucht, länger bleibt und überdurchschnittlich oft Komfort nachfragt.

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