Im Juni 2026 nimmt der Sozialfonds Russlands für bestimmte Rentnerinnen und Rentner individuelle Neuberechnungen der Pension vor. Betroffen sind Menschen, deren persönliche Lage sich im Mai 2026 verändert hat — etwa durch den 80. Geburtstag, einen neuen Status als Schwerbehinderte der ersten Gruppe oder das Ende einer Beschäftigung.
Wer im Mai 2026 80 Jahre alt wurde, erhält ab Juni automatisch die doppelte feste Komponente der Versicherungsrente. Sie steigt von 9.584,69 Rubel auf 19.169,38 Rubel im Monat. Zusätzlich kommt für diese Gruppe ein Pflegezuschlag von 1.413,86 Rubel im Monat hinzu.
Auch Rentnerinnen und Rentner, denen im Mai 2026 die erste Gruppe der Invalidität zuerkannt wurde, bekommen die feste Komponente ihrer Pension auf 19.169,38 Rubel erhöht. Nach den vorliegenden Angaben gilt diese Aufstockung jedoch nicht noch einmal, wenn eine Person später zusätzlich 80 Jahre alt wird. Die Anhebung erfolgt also einmalig nach dem jeweils ersten maßgeblichen Anlass.
Eine weitere Gruppe sind Menschen, die im Mai 2026 ihre Arbeit aufgegeben haben. Für sie berechnet der Sozialfonds die Versicherungsrente im Juni neu, und zwar unter Berücksichtigung von Erhöhungsfaktoren und Indexierungen, die während der Beschäftigung möglicherweise nicht wirksam wurden. Das korrigierte Geld soll im Monat nach der Kündigung eintreffen — also ab Juni 2026.
Wichtig ist dabei vor allem, dass es sich nicht um eine allgemeine Rentenerhöhung für alle handelt. Die Anpassungen sind individuell und hängen von konkreten Umständen wie Alter, Gesundheitszustand und Erwerbsstatus ab. Die automatische Auszahlung für 80-Jährige und für Bezieherinnen und Bezieher der ersten Gruppe der Invalidität soll den Vorgang beschleunigen; wer im Mai aufgehört hat zu arbeiten, erhält die Nachzahlung über die reguläre Neuberechnung im Folgemonat. Für viele Betroffene entscheidet damit der Juni darüber, ob die höhere Pension sofort auf dem Konto landet.
