Torsten Sträter ist zurück auf der Bühne – und er kehrt mit einer Erklärung zurück, die seine monatelange Abwesenheit aus dem öffentlichen Blick nun verständlich macht. Der 59-Jährige schrieb Mitte April auf seiner Homepage, dass hinter seinen gesundheitlichen Problemen ein Tumor steckt. Zugleich sagte er, seine Probleme seien körperlicher Natur und nicht Folge einer Depression.
Am 14. Mai startete die neue Staffel von LOL: Last One Laughing bei Prime Video, jener Show, die Sträter 2021 als Sieger der ersten deutschen Ausgabe gewann. Seit Januar hatten seine Auftritte auf Eis gelegen. Nun tourt er wieder mit Mach mal das große Licht an, im September soll das neue Programm Die Zyklopen von Saint-Tropez folgen.
Für Sträter war die öffentliche Klarstellung mehr als eine Randnotiz. Er schrieb, die Lage sei ihm schwergefallen, machte aber deutlich, dass er die Absagen als sehr belastend empfand. Die Formulierung auf seiner Homepage sollte auch Missverständnisse vermeiden. Viele Fans hatten wegen seiner früher offen angesprochenen Depressionen vermutet, dass die erneute Pause damit zusammenhängen könnte. Genau das wies er zurück: „Ich kann Sie einerseits beruhigen: Es sind keine Depressionen“, schrieb er und ergänzte: „Meine gesundheitlichen Probleme sind also eher physischer Natur.“
Auch über den Grund für sein Zögern sprach Sträter offen. Er bezeichnete die Diagnose als etwas, das er nicht leicht öffentlich machen konnte, und nannte sie „ein bisschen“ belastend. Der Grund sei auch die Stigmatisierung solcher Erkrankungen gewesen. „Das scheint ja genauso stigmatisiert zu sein wie die Depressions-Sache. Dabei erwischt es statistisch gesehen fast jeden zweiten Menschen. Schon absurd“, schrieb er. Er wollte, wie er sagte, vermeiden, dass treue Zuschauerinnen und Zuschauer seiner Arbeit über die falsche Richtung spekulieren. „Dummerweise ist es ein Tumor“, formulierte er dazu nüchtern.
Dass Sträter nun wieder spielt, ist deshalb mehr als nur ein Tourauftakt. Seit Januar war sein Kalender leer, seine Auftritte waren monatelang ausgesetzt, und die Rückkehr markiert für ihn offenbar auch einen persönlichen Schnitt. „Ich empfinde das ja nicht als Arbeit“, schrieb er über die Bühne. „Es sind immer die Leute. Hoffentlich werde ich dieser Sache Herr, rein emotional gesehen. Zum anderen freue ich mich auch darauf, wenn mir nach dem ersten Satz der zweite einfällt und danach der dritte, so bis 22:30 Uhr.“ Für das Publikum ist die Antwort damit klar: Sträter ist wieder da, und er plant vorerst nicht nur aufzutreten, sondern weiterzumachen.

