Lesen: Sal Da Vinci in Wien: 6 Punkte für „Per sempre sì“ beim ESC-Halbfinale

Sal Da Vinci in Wien: 6 Punkte für „Per sempre sì“ beim ESC-Halbfinale

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trat im ersten Halbfinale des 2026 in Wien mit „Per sempre sì“ auf und bekam dafür eine 6. Die Bewertung kam von und setzte den Auftritt genau dort ein, wo der Abend seine deutlichsten Stimmungsbilder lieferte: zwischen italienischem Pop und einer Inszenierung, die wie eine Szene aus einer italienischen Hochzeit wirkte.

Der Auftritt lebte von dieser klaren Bildsprache. Die Nummer wurde als italienischer Pop mit Wurzeln in Neapel beschrieben, und genau so wirkte sie auch: eingängig, vertraut und auf Wirkung gebaut. Dann kam der Überraschungsmoment, als sich der Rock der Frau davonwehte und das Tricolore sichtbar wurde. Es war ein kurzer, aber gezielt gesetzter Moment, der die Nummer aus dem üblichen Wettbewerbsrahmen heraushob.

Die Einordnung aus der Bewertungsliste ist dabei wichtiger als der einzelne Effekt. Corriere della Sera ordnete Da Vincis Beitrag nicht als Spektakel ohne Substanz ein, sondern als Song, der sich klar in der Tradition italienischer Popmusik verortet und zugleich auf regionale Identität setzt. Dass der Auftritt in Wien stattfand, im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest, machte ihn sofort Teil eines Abends, an dem jede Inszenierung mit dem Rest des Feldes mithalten musste.

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Genau darin lag auch die Spannung des Beitrags. „Per sempre sì“ setzte auf Vertrautheit, auf eine festliche Bühne und auf ein Bild von Italien, das eher aus Emotion und Herkunft als aus Risiko besteht. Der überraschende Blick auf das Tricolore verlieh dem Ganzen zwar einen zusätzlichen Akzent, änderte aber nichts daran, dass Da Vinci vor allem mit einem klassischen, klar lesbaren Popentwurf antrat. Die 6 zeigt: Der Auftritt fiel auf, überzeugte aber nicht vollständig.

Für Da Vinci ist das Ergebnis deshalb mehr als eine Zahl. Es bestätigt, dass sein Beitrag im Wettbewerb als ernstzunehmender italienischer Beitrag gesehen wurde, ohne den Abend zu dominieren. In einem Halbfinale, in dem jeder Moment um Aufmerksamkeit ringt, reichte die Mischung aus Hochzeitsszene, Neapel-Referenz und Flaggenmoment für Anerkennung. Ob sie auch reicht, um darüber hinaus im Gedächtnis zu bleiben, ist die eigentliche Messlatte dieses Auftritts.

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