Krzysztof Piesiewicz ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Małgorzata Kidawa-Błońska teilte die Nachricht am Dienstag über soziale Medien mit und schrieb auf der Plattform X: „Bardzo smutna wiadomość. Nie żyje Krzysztof Piesiewicz, Senator, prawnik i twórca filmowy, współpracujący z Krzysztofem Kieślowskim. Autor scenariuszy, które na trwałe zapisały się w historii kina. Rodzinie i Bliskim składam wyrazy współczucia. Cześć Jego pamięci”.
Piesiewicz wurde am 25. Oktober 1945 in Warschau geboren und gehörte zu den bekanntesten Namen des polnischen Films und des öffentlichen Lebens. Mit Krzysztof Kieślowski schrieb er gemeinsam die Drehbücher zu 17 Filmen. Dazu zählen „Bez końca“ von 1984, „Dekalog“ von 1988, „Podwójne życie Weroniki“ von 1991 sowie die Trilogie „Trzy kolory: Niebieski“ von 1993, „Trzy kolory: Biały“ von 1993 und „Trzy kolory: Czerwony“ von 1994.
Für das Drehbuch zu „Trzy kolory: Czerwony“ erhielt Piesiewicz eine Oscar-Nominierung. Seine Arbeit mit Kieślowski machte ihn weit über Polen hinaus bekannt. Gleichzeitig bewegte er sich auch in Institutionen rund um Film, Medien und das öffentliche Leben, was sein Profil als Senator, Jurist und Autor prägte.
Er war Mitglied der Amerikanischen Filmakademie, des Rates für Medienethik und des Programmrats von Telewizja Polska SA. Außerdem wirkte er an der Programmleitung von Studium Generale Europa an der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau mit. 1996 saß er in der Jury des Hauptwettbewerbs der 49. Internationalen Filmfestspiele von Cannes.
Politisch vertrat Piesiewicz den Senat in zwei langen Abschnitten: von 1991 bis 1993 und erneut von 1997 bis 2011. In dieser Zeit gehörte er zu den Mitgliedern von Ausschüssen für Kultur, Medien und Menschenrechte. Mit seinem Tod verliert Polen einen Mann, der Kino und Politik über Jahrzehnte miteinander verbunden hat; Kidawa-Błońskas Worte machten am Dienstag klar, dass sein Name vor allem mit diesem Doppelwerk verbunden bleiben wird.
